Darmkrebs: Prognose, Nachsorge, Vorsorge

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Prognose von Darmkrebs

Die Prognose ist ausschließlich von dem Ausmaß der Darmkrebs-Erkrankung abhängig. Konnte der Darmkrebs entfernt werden und war nur die direkte Umgebung betroffen, beträgt die mittlere 5-Jahres-Überlebensrate etwa 80 - 100 %. Sind bereits sämtliche Organe durch den Darmkrebs infiltriert und hat dieser in den restlichen Organismus metastasiert, liegt die 5-Jahres-Überlebensrate lediglich bei 5 – 50 %.

 

Wie gestaltet sich die Darmkrebs-Nachsorge

Eine effektive Nachsorge besteht bei Darmkrebs insbesondere in regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Hierzu wird der entsprechende Körperbereich mittels Röntgenaufnahmen oder Ultraschall untersucht. Auch eine regelmäßige Darmspiegelung sollte im Anschluss an einer Darmkrebs-Therapie durchgeführt werden. Bestimmte Blutparameter (Tumormarker, C-reaktives Protein, Leukozytenzahl) weisen bei Abweichung von der Norm auf ein evtl. entstandenes Darmkrebs-Rezidiv hin.

Was muss bei der Ernährung beachtet werden?

Die Ernährung richtet sich nach dem Ausmaß der notwendigen Therapie. Bei langfristiger Chemotherapie muss durch schonende, aber kalorienreiche Kost darauf geachtet werden, dass der Patient nicht zu viel Gewicht verliert. Ansonsten sollte in den Wochen nach der Darmkrebs-Entfernung auf eine ballaststoffarme Kost geachtet werden. Ballaststoffe sind zwar sehr gesund und wirken vorbeugend gegenüber Darmkrebs. Der frisch operierte Darm kann diese aber noch nicht zur Genüge verarbeiten. Erholt sich der Darmkrebs-Patient über Wochen immer besser, kann die Ernährung nach und nach normalisiert werden.


Wie erfolgt eine effektive Darmkrebsvorsorge?

  • durch eine entsprechende Lebensführung mit Verzicht auf Rauchen, einer gesunden Ernährung mit viel Ballaststoffen und ausreichend Bewegung
  • Bekämpfung von Übergewicht
  • konsequente Behandlung von chronischen Darmerkrankungen
  • regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen: Diese bestehen aus Tastuntersuchungen und einer Darmspiegelung. Ab dem 55. Lebensjahr hat jeder Mensch Anspruch auf eine Darmspiegelung alle 5 Jahre. Bei entsprechender genetische Disposition sollte bereits früher mit diesen Untersuchungen begonnen werden.


Der jährliche Darmkrebsmonat März

Jedes Jahr im März veranstaltet die Deutsche Krebshilfe den sogenannten Darmkrebsmonat März. In dieser Zeit soll verstärkt über Medien aller Art auf das Thema Darmkrebs aufmerksam gemacht werden. Im Fokus steht insbesondere die Verbreitung von Informationen, wie jede Person ihren Alltag so gestalten kann, dass das Darmkrebsrisiko möglichst gering bleibt (Bewegung, Ernährung, Lebensgewohnheiten, etc.)

 

 

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Teil 1: Darmkrebs

Teil 2: Darmkrebs: Risikofaktoren & Verbreitung

Teil 3: Darmkrebs: Symptome

Teil 4: Darmkrebs: Diagnose

Teil 5: Darmkrebs: Therapie

Teil 6: Darmkrebs: Prognose, Nachsorge, Vorsorge

 

© medizin.de 2013 (Gunnar Römer)