Heuschnupfen (Pollenallergie): Symptome

Heuschnupfen

Wie erwähnt hängt die Häufigkeit und Dauer der Beschwerden davon ab, gegen welche Pollen sich die allergische Reaktion richtet. Bei einigen Betroffenen beschränkt sich die Tortur auf wenige Wochen immer zur gleichen Zeit. Andere wiederum klagen monatelang oder mehrmals im Jahr über Juckreiz und Co. Patienten sollten sich in Pollenkalendern genau darüber informieren, welcher Pollenflug wann zu erwarten sind. Die Saison starten umso früher, je milder der vergangene Winter ausgefallen ist. Auch ist an sonnenreichen und windigen Tagen mehr Blütenstaub unterwegs. Eine Regenperiode verschafft Allergikern oft kurzfristige Erleichterung.

Besonders von Heuschnupfen betroffen sind Nase und Augen. Bei Letztgenannten kann es als direkte Folge der Pollenbelastung zu einer allergischen Bindehautentzündung (Konjunktivitis) kommen.

Diese zeigt sich durch:

  • Brennende Augen
  • Starker Juckreiz
  • Vermehrter Tränenfluss
  • Starke Rötung der Sklera (dem weißen Anteil des Auges)
  • Fremdkörpergefühl im Auge

In meist noch größerer Menge treffen die Allergene beim Einatmen auf die empfindliche Nasenschleimhaut.

Ähnlich einer Hausstaubmilbenallergie oder einer Erkältung zeigen sich folgende Symptome:

  • Fließender Schnupfen
  • Nasenatmungsbehinderung
  • Verstopfte Nase
  • Starkes Kribbeln und Jucken in der Nase
  • Ständiger Niesreiz

Die Symptomkombination aus Nase und Augen bezeichnet der Allergologe als allergische Rhinokonjunktivitis.

Aber auch außerhalb dieser Körperregion löst ein Heuschnupfen zahlreiche unangenehme Begleiterscheinungen aus:

  • Ständige Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Mangelnde Konzentration
  • Hautausschläge
  • Halsschmerzen
  • Juckreiz am gesamten Körper, v. a. aber im Hals, in den Ohren und den Augen
  • Reizhusten
  • Verminderter Geruchs- und/oder Geschmackssinn
  • Überempfindlichkeit gegenüber Tabakrauch, trockener Luft, bestimmten Geruchsstoffen, Tierhaaren oder Staub

 

Wird ein Heuschnupfen nicht konsequent behandelt, können sich die Symptome immer weiter verschlimmern und auch die tieferen Atemwege (Bronchien bis in die Lunge herein) werden angegriffen. Es droht ein Asthma bronchiale. Das Erkrankungsrisiko ist bei Menschen mit Heuschnupfen grundsätzlich deutlich erhöht.

© medizin.de (2016) Gunnar Römer

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Teil 1: Heuschnupfen (Pollenallergie): Überblick

Teil 2: Heuschnupfen (Pollenallergie): Ursachen

Teil 3: Heuschnupfen (Pollenallergie): Risikofaktoren

Teil 4: Heuschnupfen (Pollenallergie): Symptome

Teil 5: Heuschnupfen (Pollenallergie): Diagnose

Teil 6: Heuschnupfen (Pollenallergie): Therapie

Teil 7: Heuschnupfen (Pollenallergie): Prophylaxe