Kokain: Rauschdrogen neben Koks & Co.![]() Rauschdrogen neben Kokain & Co.? Lachgas-Kapsler Das Bundesverfassungsgericht hat Mitte Juli d. J. verkündet, dass der Besitz von Cannabis, Hasch oder auch Marijuna betitelt auch in geringen Mengen verboten bleibt. Die 3. Kammer des Zweiten Senats bekräftigte einen Senatsbeschluss von 1994 und wies eine Vorlage des Amtsgerichts Bernau in Brandenburg als unzulässig zurück. Nach Auffassung des Amtsgerichts ist der Konsum von Cannabisprodukten ungefährlicher als bisher angenommen. Die Verfassungsrichter sehen nach wie vor "nicht unbeträchtliche Gefahren und Risiken" des Haschischkonsums. Dies bestätige auch eine Studie von Dr. Thomas Geller von der St. Louis University School of Medicine, USA. Seit längerer Zeit ist bekannt, dass Cannabisprodukte den Blutdruck extrem senken können, Tachykardien und Schwindel auslösen. Die in der Zeitschrift Pädiatrics publizierten Befunde machen deutlich, dass ein Zusammenhang zwischen Marihuanakonsum und Schlaganfällen besteht. (Geller T, Loftis L, Brink DS.: Cerebellar infarction in adolescent males associated with acute marijuana use., Pediatrics. 2004 Apr;113(4):e365-70.) Cocain, unter Künstlern, Sportlern und Fußballtrainern ein begehrter Stoff. So wird die Drogen zumindest in der Presse dargestellt. Sie steigert massiv das Leistungsvermögen und nimmt den Appetit. Vermischt man das schneeweiße Pulver mit Backpulver und erhitzt es, erhält man Crack. Noch vor wenigen Jahren spielte diese Drogen in Deutschland keine Rolle. Die Warnungen aus den vereinigten Staaten waren so groß, dass deutsche Anwender davor zurückschreckten. Jetzt hat die Todesdroge auch Deutschland erobert. Kein Stoff wirkt schneller, keiner heftiger, keine macht schneller abhängig, keiner ist leichter herstellbar. Mit diesen Superlativen können sich die als "Steine" verkauften Brocken zieren. "Du denkst, Du wirst von einem fahrenden Zug getroffen", so beschreiben Konsumenten den Kick, wenn Crack mit den Hirnzellen spielt und sie vernichtet. Lachgas wird als legale Szene-Droge vorwiegend in Diskotheken angeboten. Dort wird es aus Luftballons inhaliert, um Rauschzustände herbeizuführen. Es steigert die akustische Wahrnehmung und der Konsument nimmt Geräusche, insbesondere Bässe, intensiver wahr. Es löst LSD-ähnliche optische Halluzinationen, wie das Sehen von "Filmen" oder das Empfinden eines Tunnelblickes aus. Der Konsument verspürt am ganzen Körper ein Kribbeln und fühlt sich high. Weiterhin verliert er das Gefühl für Zeit und Willen. Die Wirkung hält ca. 2 Minuten an, der Rausch wird jedoch subjektiv länger empfunden. Bei Falschanwendung oder empfindlichen Personen kann es zu Blutdruckabfall, Herzrhythmusstörungen und zum Tod durch Atemlähmung kommen. Auch ein Lungenödem kann ausgelöst werden. Wesentlich gefährlicher ist das ebenfalls angewendete Butangas. Es wird auf Feuerzeugen inhaliert und viele Jugendliche haben den Trip mit ihrem Leben bezahlt. Halluzinogene Pilze, die Psilocybin enthalten oder normale Pilze, die mit LSD versetzt sind und als "Psilos" verkauft werden, lösen ausgeprägte Rauschzustände aus. In Deutschland werden der Spitzkegelige Kahlkopf und der Gezonte Düngerling hierzu benutzt. Die Pilze, von denen je nach Gattung 2 bis 20 Stück roh gegessen werden, führen nach etwa 15 Minuten zu einem LSD-ähnlichen Rausch. Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, Muskelerschlaffung und Hautjucken, das ist der Preis, den der Anwender dafür zahlen muss. Nach ca. 30 Minuten kommt es zu einer Veränderung der Wahrnehmung, es werden farbige Bilder gesehen, die neben der realen Welt existieren. Depressive Verstimmungen bis zum Auslösen einer Psychose sind möglich. Nachtschattengewächse wie Tollkirsche, Weißer Stechapfel, Schwarzes Bilsenkraut und Engelstrompete werden als Tee getrunken oder geraucht. Es kommt zu einer verstärkten Sinneswahrnehmung mit Halluzinationen und zur Steigerung des sexuellen Lustempfindens. Der Anwender glaubt, er kann fliegen. Flugversuche enden meist fatal. Bei der gefährlichen Vergiftung schlägt das Herz so schnell, dass der "Pilot" bewusstlos wird. Die Pulsfrequenz schnellt auf 200 Schläge pro Minute hoch, der Körper ist heiß, der Kopf hochrot und der Mund wüstentrocken. So unangenehm ist die Landung nach dem Rausch. Ferner treten als psychische Merkmale Unruhe, Rededrang, Weinkrämpfen, Aggressivität und Bewusstseinseintrübungen auf. Oft werden ganze Internats- oder Schulklassen in die Klinik eingeliefert, weil Abheben mit Tees cool und in ist. Ketamin, ein Schmerz- und Narkosemittel, ist in England und den USA auf dem Weg zur Szene-Droge. Die Anwender gewinnen aus der Injektionslösung ein weißes Pulver, das meist geschnupft wird. Sinn des Konsums ist es, ein "Near-death-Erleben" (NDE) herbeizuführen. Dabei hat der Betroffene das Gefühl, zu sterben, manchmal tut er es auch. Er empfindet zunächst ein Gefühl von Friede und Losgelöstheit. Dann taucht er in eine Welt der Dunkelheit ein, geht durch einen Tunnel und nimmt ein helles Licht wahr, in das er dann eintritt. Ketamin ist verwandt mit der Horrordroge PCP, die auch als Angeldust bezeichnet wird. Es kann zu lebensbedrohlichen Zuständen, insbesondere zu Atemstörungen bis hin zum Atemstillstand kommen. Verwandte ThemenTop Themen Apotheke.de |




