Mücken: Mückenabwehr

Mücken Mückenabwehr

Chemie schlägt Technik

Mückenbekämpfung mit dem Helikopter - Und: AIDS durch Mückenstiche?
Die gemeine Stechmücke, Culex pipiens, wird bereits als biblische Plage erwähnt: "Aaron streckte seine Hand aus und schlug mit seinem Stab auf die Erde in den Staub. Da wurden Stechmücken daraus, die sich auf Mensch und Vieh setzten. In ganz Ägypten wurden aus dem Staub auf der Erde Stechmücken." (Exodus 8.13) Kurze Zeit später konnten Moses, Aaron und ihre Freunde ausreisen. Die Werbung hätte Aaron heute einen "lückenlosen, sicheren, verträglichen und langanhaltenden Schutz" vor den Plagegeistern versprochen. Dass es meist bei leeren Versprechungen bleibt und Mückenabwehrmittel einem im wahrsten Sinne des Wortes im Stich lassen, hat jetzt die "Stiftung Warentest" belegt.

Mückenbekämpfung mit dem Helikopter Wenn der Rhein über die Ufer tritt und warme Temperaturen herrschen, vermehren sich die Rheinschnaken und ihre Kollegen besonders gern und oft. Deshalb wird ein Pilotversuch der besonderen Art betrieben: Mit einem Hubschrauber wird der Bazillus thuringensis israelensis (Bti) ausgebracht. 50.000 Euro wird pro Jahr für das biologische Mückenmassaker ausgegeben. Bti hemmt die Häutung der Insektenlarven und das Insekt kann das Larvenstadium nicht beenden. Mit dem Einsatz des Bazillus werden jedoch nicht nur Stechmücken, sondern auch andere Insekten, wie die Zuckmücken bekämpft. Damit wird die Nahrungsgrundlage für Vögel, Säugetiere und Fische beeinträchtigt. Deshalb ist beim Einsatz ein sorgsames und naturschonendes Vorgehen notwendig.

(c) 2007 medizin.de (zuletzt aktualisiert 02/2009)

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