Smart Drugs: Tuning für Körper und Geist

Leistungsgrenzen als Bedrohung – der Mensch als Maschine

Die Welt um uns herum bewegt sich von Tag zu Tag schneller, die Anforderungen an jede einzelne Person steigen unaufhaltsam. In Zeiten der Moderne, wie wir sie heute erleben, zählt der Mensch als einzelnes und auf seine Art einzigartiges Individuum nicht mehr viel. Innere Werte und Charakter sind zweitrangig; gefragt sind mehr und mehr Höchstleistungen. Schwächen werden nur noch selten geduldet und führen nicht selten zu einer Kettenreaktion aus beruflichem Misserfolg und sozialem Abstieg. Um sich der immer größer werdenden Herausforderung des Alltags stellen zu können, greifen Menschen zunehmend auf bestimmte Arten der sogenannten Smart Drugs zurück.

Dabei handelt es sich um natürliche oder synthetische Präparate, die die normalen Leistungsgrenzen einer Person erweitern sollen. Sowohl die physische, als auch die mentale Leistungsfähigkeit werden durch diese – nicht selten schwer gesundheitsschädigenden – Verbindungen kurzzeitig massiv gesteigert. Im ständigen Kampf um Erfolg, Anerkennung und letztendlich finanzielle Unabhängigkeit wird die eigene Gesundheit hinten angestellt. Erst die Kapitulation des menschlichen Organismus lässt die Konsumenten begreifen, dass sich die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit dauerhaft nicht durch Smart Drugs erweitern lassen. Statt dem Chefsessel, der vollen Geldbörse und dem Traumbody warten nicht selten ein langwieriger Klinikaufenthalt und im Extremfall bleibende körperliche Schädigungen.

Der Begriff „Tuning“ ist den meisten Menschen in Zusammenhang mit einem KFZ geläufig. Auch dabei geht es in erster Linie darum, die Grenzen der Leistungsfähigkeit eines Autos durch technische Maßnahmen zu erweitern. Nach demselben Prinzip verfahren auch zunehmend Menschen, die ihre Leistungsfähigkeit durch die Zufuhr von diversen Substanzen zu steigern versuchen. Die Palette an „Aufputschmitteln“ beginnt dabei vermeintlich harmlos bei der täglichen Aufnahme von Coffein. Für die überwältigende Mehrheit der Deutschen gehört die morgendliche Tasse Kaffee zum normalen Tagesstart. Dies ist auch an sich vollkommen unbedenklich; im Gegenteil: Eine bestimmte Menge an Kaffee täglich konsumiert wirkt sich sogar positiv auf den Organismus aus. Kritisch wird es dagegen, wenn der Genuss zunehmend in den Hintergrund tritt und die rein stimulierende Wirkung des Coffeins im Vordergrund steht.

Viele derart orientierte Konsumenten verlassen schon bald die „klassische Tasse Kaffee“ und behelfen sich mit Koffeintabletten, in denen das Stimulans weit höher konzentriert ist. Etwa hier verläuft die Grenze zwischen Lebensmitteln und der Gruppe der Smart Drugs. Ähnlich verhält es sich mit der ebenfalls potenziell anregenden Substanz Taurin. Taurin ist eine organische Säure, die zuerst in der Galle von Ochsen nachgewiesen wurde und heute – synthetisch hergestellt – in bestimmten Softdrinks und Kaugummis enthalten ist. Biologisch vermittelt Taurin eine Erhöhung des Calcium-Einstroms in die Zelle, was insgesamt zu einer Erhöhung des Erregungszustandes des Organismus führt. Die gesamte Muskulatur besitzt einen höheren Tonus und die Pumpkraft des Herzens wird gesteigert. Insgesamt sind die Wirkungen von Taurin allerdings relativ gering und keinesfalls mit denen von bestimmten Smart Drugs, wie z. B. Modafinil vergleichbar.

 

Biologisches Tuning – Müde und erschöpft war gestern

Wer seinen Körper entgegen aller ärztlichen Warnungen mir Stimulantien „tunen“ möchte, dem stehen im Internet Tür und Tore offen. Weder eine Verschreibungspflicht für die stimulierenden Arzneimittel, noch sonstige Maßnahmen können verhindern, dass sich gerade in den modernen Industrieländern viele Menschen entsprechende Präparate im Internet bestellen. Spitzenreiter beim Konsum der als Drogen missbrauchten Smart Drugs sind die Amerikaner. Der Umsatz, der alleine durch das Stimulans Modafinil erzielt wird, stieg innerhalb der letzten zehn Jahre um ein Vielfaches.

Waren es in den Jahren 2001/2002 noch knapp 200 Millionen US-Dollar, so wurde im Jahr 2008 bereits ein Umsatz von annähernd 1 Milliarde Dollar erzielt. Rechnet man weitere Formen der tunenden Smart Drugs hinzu, so ist von einer Zahl im Bereich von über 10 Milliarden Dollar auszugehen. Dabei begrenzt sich der Konsum keineswegs auf bestimmte Bevölkerungsschichten. Ein gewisser Schwerpunkt liegt allerdings auf Menschen, an die beruflich hohe Anforderungen gestellt werden. Dabei greift statistisch gesehen der gut bezahlte Manager (wohl auch aus finanziellen Gründen) eher zur anregenden Tablette als der Mitarbeiter am Fließband. Ein signifikanter Anstieg des Konsums von Smart Drugs findet sich bei Schülern und Studenten.

Neben den leistungssteigernden Stimulantien werden zusätzlich immer zahlreicher Opioide ohne medizinische Indikation konsumiert. Schmerzen sind ein Warnsignal unseres Körpers, aber sie hindern uns konsequent daran, Höchstleistungen zu bringen. Anstatt der körperlichen Ursache des Schmerzes auf den Grund zu gehen, greifen mehr und mehr Menschen auf die stark schmerzlindernden Opiate zurück, die normalerweise in der Schmerztherapie von Krebskranken, o. ä. eingesetzt werden.

Durch den regelmäßigen Konsum all dieser Präparate verschieben sich die physiologischen Leistungsgrenzen des Organismus, so dass dieser innerhalb kürzester Zeit überhaupt nicht mehr in der Lage ist, ohne Drogen Leistung zu bringen. Um trotz dem „Tuning“ durch Smart Drugs abends den erholsamen Schlaf zu finden, greifen Konsumenten dann häufig auf Beruhigungs- oder Schlafmittel zurück, da der von Stimulantien und Adrenalin überflutete Körper gar nicht mehr zur Ruhe käme.

Der Bologna-Prozess: Das Studium als permanenter Leistungsmarathon

Galten bereits etliche Diplom-Studiengänge als höchst anspruchsvoll, so ist seit der Schaffung des Bologna-Prozesses bis zum Jahr 2010 der Leistungsdruck und die Geschwindigkeit, mit der Studenten durchs Studium eilen müssen, weiter gestiegen. Das Erreichen des akademischen Grades „Bachelor“ an sich gestaltet sich schon zu einem Marathon aus permanenten Prüfungen und Hausarbeiten. Wird dabei ein gewisses Leistungsniveau verfehlt, hat der Studierende keine Möglichkeit mehr, den Master anzustreben.

Ähnlich verhält es sich an amerikanischen Universitäten, wo der Leistungsdruck auf die Studierenden immer mehr zunimmt. Aus Angst, die teilweise extrem dicht aufeinanderfolgenden Prüfungen und damit die verlangten Leistungen nicht zu erlangen, tunen sich immer mehr Studenten mit kurzzeitig leistungsfördernden Arzneimitteln. Methylphenidat und Modafinil sind nur zwei Beispiele. Unter dem Eindruck der permanenten Angst, durchzufallen oder die Karriereziele zu verfehlen, stehen gesundheitliche Belange zurück. Es gilt, die Aufmerksamkeit zu erhöhen und die Müdigkeit als Feind der Leistungsfähigkeit zurückzudrängen.

Modafinil – Super plus fürs menschliche Gehirn?

Modafinil gehört zusammen mit dem Methylphenidat zu den am häufigsten applizierten Arzneimitteln im ärztlichen Fachbereich von Psychiatrie und Neurologie. Beide Wirkstoffe werden unter bekannten Handelsnamen weltweit sehr häufig verschrieben, aber zunehmend auch ohne medizinische Indikation konsumiert. Modafinil besitzt eine anregende Wirkung, die Tagesschläfrigkeit effektiv zu lindern vermag. Gleichzeitig erhöht sich die Konzentrationsfähigkeit des Konsumenten über einen bestimmten Zeitpunkt signifikant. Der Vorstandsvorsitzende eines Konzerns ist zeitlich begrenzt in der Lage, auch nach einer durchgearbeiteten Nacht noch die komplexen Zusammenhänge von Bilanzbuchhaltung, Unternehmensführung und sonstigen bürokratischen „Ungeheuern“ zu verstehen.

Der Student vermag sich auch für die fünfte Klausur innerhalb von vier Tagen vorzubereiten; wohl wissend, dass ein Durchfallen einen Rückschlag für ihn bedeuten würde. Die natürlichen hemmenden Mechanismen, die dem Zentralnervensystem und dem gesamten Körper das vorläufige Ende seiner physischen und mentalen Leistungsfähigkeit signalisieren sollen, werden von Modafinil unterdrückt. Auch Sportler haben dieses Arzneimittel für sich entdeckt: Zahlreiche durch dieses Stimulans hervorgerufene Dopingfälle wurden bereits bekannt. Doch ist Modafinil nur das Aufputschmittel für die Leistungsträger unserer Gesellschaft?

Wofür wird Modafinil verschrieben?

Modafinil – reines Teufelszeug? Nicht im Geringsten lässt sich diese Aussage so bestätigen. Zwar wird dieser Adranafil-Metabolit – wie erwähnt – sehr häufig als Dopingmittel für Gehirn und Körper missbraucht, dennoch handelt es sich um ein wichtiges Arzneimittel, dass seine Existenzberechtigung in der Humanmedizin besitzt. Viele Menschen leiden an Formen von Leistungsschwäche und Müdigkeit, denen eine pathologische Ursache zugrunde liegt. Um das Alltagsleben dennoch gestalten zu können, sind diese Patienten auf psychostimulierende Medikamente wie Modafinil angewiesen. Im Folgenden werden die wesentlichen medizinisch indizierten Anwendungsgebiete von Modafinil genannt:

  • Narkolepsie: Im Rahmen dieser Erkrankung kommt es zu einem übernatürlich großen Schlafbedürfnis des Patienten. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist gestört und tagsüber leidet der Betroffene oft an Schlafattacken. Die Krankheit gehört zur Gruppe der Hypersomnien (Schlafsüchte). Eine genaue Ursache ist noch nicht bekannt; neuere Forschungen gehen von einem Untergang an neuronalem Gewebe im Bereich bestimmter, an der Schlafsteuerung beteiligter Hirnnervenkerne aus (v. a. Nucleus accumbens). Die Gabe von Modafinil lindert die Tagesschläfrigkeit.
  • Kataplexie: Hierbei handelt es sich um ein Begleitsymptom, dass u. a. bei der Narkolepsie häufig auftritt. Es kommt zu einer kurzzeitigen, signifikanten Abnahme des Muskeltonus (Muskelspannung). Im Extremfall bricht der Patient im Stehen zusammen.
  • Schichtarbeiter-Syndrom: Übergroße Schläfrigkeit durch unregelmäßige Schlafzeiten. Als letztes Mittel können hier Substanzen wie Modafinil die übermäßige Müdigkeit eindämmen.
  • Schlafapnoe-Syndrom: Hier kommt es im Schlaf zu einem Zusammenfallen des gesamten Rachenraums, was teilweise minutenlange Atemaussetzer als Folge hat. Sinkt der Sauerstoffpartialdruck des Blutes zu sehr, erfolgt eine Weckreaktion. Durch diese zahlreiche Störungen findet kein erholsamer Schlaf mehr statt und Folge ist eine ausgeprägte Tagesschläfrigkeit. Als symptomatische Therapie kann hier Modafinil zum Einsatz kommen, jedoch sollte das Grundproblem ebenfalls beseitigt werden (OP, Gewichtsabnahme, Sauerstoffmaske, etc.)

 

Wie beeinflusst Modafinil die Aktivität des Organismus?

Grundlage der Wirkung ist eine Erhöhung des allgemeinen Erregungszustandes des Gesamtorganismus. Dadurch wird die, bis zu einem gewissen Grad erst einmal unbedenkliche Tendenz, tagsüber einzuschlafen, abgemildert. Modafinil gehört zur Wirkstoffklasse der Alpha-Sympathomimetika. Grundsätzlich lässt sich folgende Aussage treffen: Während der Parasympathikus vornehmlich für Reaktionen wie Ruhe, die Darmperistaltik u. ä. verantwortlich ist, gehen alle anregenden Körperfunktionen (Anstieg von Herzfrequenz, Schweißsekretion, Erschlaffung der Bronchien, Erhöhung des Muskeltonus) auf eine Aktivitätszunahme des Sympathikus zurück. Dieser wird von den körpereigenen Modulatoren Adrenalin und Noradrenalin aktiviert, die an Alpha- und Betarezeptoren binden und damit die Sympathikuswirkungen vermitteln.

Für die Wirkung von Modafinil sind die im Gehirn lokalisierten Alpharezeptoren von Bedeutung. Der Wirkstoff verstärkt die stimulierende Wirkung des Sympathikus durch Einflussnahme auf die genannten Rezeptoren, an die normalerweise nur Adrenalin und Noradrenalin binden. Wie genau das Wirkstoffmolekül hier interagiert, ist bis heute noch nicht geklärt. Denn: Im Gegensatz zu vielen anderen Alpha-Sympathomimetika bindet Modafinil nicht direkt an die Rezeptoren – wirkt aber dennoch antagonistisch. Einen Einfluss auf das Dopamin- und Serotonin-System findet nicht statt. Eine weitere – ebenfalls noch nicht umfassend aufgeklärte Wirkung von Modafinil – ist offenbar die Wirkungsabschwächung von Gamma-Aminobuttersäure (GABA), dem hemmenden Modulator schlechthin. GABA bewirkt u. a. die Entstehung von Müdigkeit.

Die Vermarktungsstrategien – Modafinil als Wunderdroge?

Insbesondere in den USA wird Modafinil unter seinen Handelsnamen intensiv beworben. Bei Beobachtung der Werbestrategien kommt einem unweigerlich die Frage: Redet man hier noch von einem Medikament, dass gegen ernsthafte Symptome eingesetzt wird? Oder klingt es nicht eher wie irgendein sensationell neues Lebensmittel, was jeder unbedingt ausprobiert haben sollte? Beim Blick ins Internet fällt einem auf, dass es auch in Deutschland zahlreiche Internetforen gibt, in denen sich Menschen über Modafinil austauschen. Günstige Bestellungen sind ebenfalls fix getätigt – auf den ersten Blick allerdings tatsächlich nur gegen Vorlage eines Rezeptes.

Dennoch gehört nicht viel Fantasie dazu um sich auszumalen, wie ergiebig dieser Wirkstoff wohl auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden mag. Außerdem bleibt die Frage: Wann wird ein Arzt zum Rezeptblock greifen und den Wirkstoff verschreiben? Bereits wenn ein Patient über „derzeitige Müdigkeit wegen Überarbeitung“ klagt? Oder tatsächlich erst, wenn eine medizinisch fundierte Diagnose als Indikation vorliegt? Bei wenigen Medikamenten ist die Grenze hierfür so unscharf, wie bei Modafinil und Methylphenidat. Wo endet eine vorübergehende Erschöpfung und wo beginnt eine Krankheit?

Wie erfolgt die Einnahme und Dosierung?

Modafinil wird oral als Tablette verabreicht. Dabei handelt es sich in der Regel um Tabletten á 100 mg. Die Einnahme sollte morgens erfolgen, um eine optimale Wirkung über den Tag zu erreichen. Ab 100 mg sind im EEG Veränderungen erkennbar, wobei eine optimale Wirkung gegen Schläfrigkeit bei einer Dosierung von 200 mg täglich erreicht wird.

Modafinil im Sport – Mit der chemischen Keule zur Medaille

So notwendig Modafinil bei den o. g. Erkrankungen sein mag, so schädigend und illegal ist es beim Einsatz im Bereich des Spitzensportes. Die Erschöpfung und Müdigkeit sind zweifelsohne die größten Feinde von sportlichen Erfolgen. Und so wurde in der Vergangenheit von immer mehr Sportlern Modafinil als Dopingmittel substituiert. Bereits 2003 kam es zu zahlreichen Enttarnungen von gedopten Hochleistungssportlern durch das Internationale Olympische Komitee (IOC). Mehr als Zufallsbefund wurden zahlreiche US-amerikanische Leichtathleten positiv auf Modafinil getestet.

Dabei waren die Fahnder auf der Suche nach einer anderen, ebenfalls auf der Liste der verbotenen Dopingmittel stehenden Substanz mit dem Namen Tetrahydrogestrinon (THG). Dieses anabole Steroid soll insbesondere in Kombination mit Wachstumshormonen (HGH) die körperliche Regenerationsfähigkeit steigern. Das Modafinil erhöht durch seine stimulierende Wirkung die körperliche Leistungsfähigkeit derart, dass es im Sport streng verboten ist. Dem Missbrauch überführt wurden u. a. der US-amerikanische Weltmeister und Olympiasieger im Staffellauf Calvin Harrison, sowie die ebenfalls aus den USA stammende Sprinterin Kelli White.


Folgen des Modafinil-Missbrauchs für die Gesundheit

Obwohl der Wirkstoff grundsätzlich bei Weitem keine so belastende Wirkung auf den Organismus hat, wie dies z. B. bei Opiaten oder Drogen wie Methylamphetamin und Heroin der Fall ist, so ist der ständige Missbrauch dieses psychostimulierenden Arzneimittels dennoch gesundheitsschädlich. Prinzipiell sollte für den gesundheitsbewussten Zeitgenossen ohnehin klar sein, dass der Körper nach entsprechender Leistung Ruhepausen benötigt. Jedes ständige Überstrapazieren ist für den Menschen ungesund. Das permanente „Tuning“ durch Smart Drugs wie Modafinil erhöht dauerhaft das Risiko von Gesundheitsschäden signifikant.

Mit folgenden Problemen ist beim Dauerkonsum zu rechnen:

  • Tachykardie
  • Herzrhythmusstörungen (v. a. ventrikuläre und supraventrikuläre Extrasystolen)
  • Hypertonie
  • Hyperhidrose
  • Linksherzhypertrophie: Durch die ständig erhöhte Pumpleistung vergrößert sich das Volumen des Myokards
  • Erhöhung der Körpertemperatur
  • Unruhe
  • Tremor
  • Erhöhung von bestimmten Laborparametern bei hohen Dosierungen (Gamma-GT, Alkalische Phosphatase)
  • Leberschädigung
  • Gewichtsabnahme
  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • psychische und körperliche Abhängigkeit
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Ödeme
  • sexuelle Funktionsstörungen
  • Erweiterung der Pupillen
  • Muskelzuckungen (Faszikulationen)

 

Die rechtliche Situation

Bis ins Jahr 2008 hin unterlag Modafinil dem Betäubungsmittelgesetz, wurde dort aber schlussendlich herausgenommen. Heute gilt für den Wirkstoff die normale ärztliche Verschreibungspflicht. Wie erwähnt gehört es im Sport zu der Liste der verbotenen Substanzen und darf nicht als leistungssteigerndes Präparat verwendet werden. Es ist und bleibt ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das sehr hilfreich für die genannten Erkrankungen ist – nicht mehr und nicht weniger.

© medizin.de 2013 (Gunnar Römer)