Sportverletzungen – Verstauchung, Verrenkung, Knochenbruch und Prellung

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Sportverletzungen sind keine Seltenheit. Unzureichendes Training, fehlendes Aufwärmen, falsche Technik oder auch mangelhaftes Equipment – all diese Faktoren können Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen & Co. begünstigen.

Wichtig ist es dann, sofort und richtig zu reagieren, um die Schmerzen zu lindern und den Heilungsprozess vom ersten Moment an zu unterstützen.

Häufige Sportverletzungen

Zu den häufigsten Sportverletzungen zählen Prellungen, Verstauchungen, Knochenbrüche, Zerrungen und auch Verrenkungen.

Des Weiteren können auch Sehnen und Bänder sowie Muskeln und Weichteile betroffen sein. Jede dieser Verletzungsarten hat ihre charakteristischen Symptome.

Hier eine exemplarische Übersicht über einige häufig auftretende Sportverletzungen und ihre Symptome:

Verstauchung: Symptome

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Eingeschränkte Beweglichkeit des Gelenks

Verrenkung: Symptome

  • Heftige Schmerzen
  • Beweglichkeit des Gelenks kaum noch möglich
  • Schwellung
  • Fehlstellung des Gelenks

Gehirnerschütterung: Symptome

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit, teils Erbrechen
  • Kurze Bewusstlosigkeit möglich

Knochenbruch: Symptome

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Deformation
  • Schonhaltung

Prellung: Symptome

  • Schmerzen
  • Schwellung
  • Bewegungseinschränkung
  • Hämatom (Bluterguss)

Hilfe bei Sportverletzungen

Die Behandlung von Sportverletzungen richtet sich nach der Art der Sportverletzung. In den meisten Fällen kann als Soforthilfe die sogenannte PECH-Regel angewendet werden:

P: Pause Einlegen

E: Eis auflegen

C: Compressionsverband anlegen

H: Hochlagern (z.B. Bein hochlagern)

Bei der Kühlung des betroffenen Körperteils ist darauf zu achten, dass das Eis niemals direkt auf die Haut gelegt wird, um Erfrierungen zu vermeiden. So kann man Eiswürfel zum Beispiel in ein Tuch wickeln und anschließend für maximal 20 Minuten auflegen.

Im weiteren Behandlungsverlauf können Schmerzmittel bzw. entzündungshemmende, schmerzlindernde und abschwellende Medikamente bzw. Salben auf chemisch-synthetischer als auch pflanzlicher Basis zum Einsatz kommen. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt oder Apotheker.

Bei einer Gehirnerschütterung sollte der Patient nicht in größerem Maße bewegt werden. Bei einer Bewusstlosigkeit sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden. Es sollte ein Arzt verständigt bzw. ein Krankenhaus aufgesucht werden, um im Zweifelsfall den Patienten genauer untersuchen zu können. Häufig empfehlen die Ärzte dann einen kurzen Klinik-Aufenthalt zur Beobachtung des Patienten.

Grundsätzlich sollte sich der Patient etwa zwei Tag schonen, um die Gehirnerschütterung ausreichend zu kurieren.

Sportverletzungen vermeiden: Die besten Tipps

Wer Sportverletzungen und ihren teils langwierigen Heilungsprozess vermeiden möchte, sollte vor und beim Sport einige einfache Tipps beachten:

  • Aufwärmen und Stretching vor Trainingsbeginn
  • Keine Selbstüberschätzung
  • Pausen einlegen
  • Beratung im Sportfachgeschäft in Bezug auf das richtige Equipment
  • Schulung bzw. professionelle Anleitung zur Ausübung der richtigen Technik beim Sport

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Quellen:

Dr. med. Wenzel, P.: Hausapotheke. Wirksame Hilfe aus Naturheilkunde und Schulmedizin. Gräfe und Unzer Verlag, München 2005

Dr. med. Buchhorn, T., Dr. med. Pejman, Z.: Sportverletzungen. Sicher erkennen, richtig handeln. BLV Verlag, München 2009