Selen: Unterstützung in Prävention und Therapie von Krebs

Nach wie vor liegen die Ursachen der Entstehung von Krebserkrankungen im Dunkeln. Zwar gibt es eindeutig erkannte Risikofaktoren – ein Beispiel unter vielen ist das Rauchen für Lungen- oder Darmkrebs -, doch warum z.B. der eine Raucher erkrankt, der andere nicht, weiß niemand zu sagen. Eine wesentliche Rolle spielt sicherlich das Immunsystem des Körpers. Auf dieses wirken Umwelteinflüsse und persönliche Verhaltensweisen ein, z.B. auch die Ernährung.

In den letzten Jahren konnte im Rahmen von groß angelegten Studien insbesondere die wichtige Rolle des Spurenelements Selen gezeigt werden. Es wird über die Nahrung aufgenommen, eine ausreichende Menge ist Voraussetzung für ein aktives Immunsystem. Überdurchschnittlich viel Selen findet sich Nüssen sowie Hühnerfleisch.

Tatsächlich konnte nachgewiesen werden, dass Selen sowohl vor Krebserkrankungen schützen kann als auch die Behandlung erfolgreicher macht. So wird eine Strahlen- und/oder Chemotherapie besser vertragen, die Mittel wirken effektiver.

Da die Aufnahme und Verwertung von Selen in der modernen Zivilisation gestört zu sein scheint, empfehlen viele erfahrene Therapeuten aller Fachrichtungen das Auffüllen der Selenspeicher mit Tabletten oder Injektionen. Das macht demnach auch Sinn, wenn die Laborwerte noch normal, aber am unteren Ende liegen.

(Dr. Berthold Gehrke) © 2007 medizin.de (zuletzt aktualisiert 02/2009)

 

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