Muskel- und Gelenkbeschwerden – Ursachen und Behandlung

Muskel- und Gelenkschmerz

Muskel- und Gelenkbeschwerden haben viele Gesichter. Von Verspannungen über Rückenschmerzen bis hin zur Kniegelenksarthrose  - das Spektrum ist groß. Kein Wunder, schließlich müssen unsere Muskeln und unsere Gelenke im Alltag jede Menge aushalten.

Vielfältige Ursachen für Muskel- und Gelenkbeschwerden

So vielfältig die Beschwerden im Bereich von Muskeln und Gelenken, so unterschiedlich auch die möglichen Auslöser, die sich dahinter verbergen können.

Hier einige der möglichen Ursachen für Muskel- und Gelenkbeschwerden im Überblick:

  • Einseitige Belastung
  • Bewegungsmangel
  • mechanische Irritationen
  • Verspannungen
  • Einwirkungen von Kälte und Nässe
  • psychosozialer Stress
  • Übersäuerung des Körpers (z.B. durch zu viel Fleisch auf dem Speiseplan, Stress, Rauchen oder Bewegungsmangel)
  • Abnutzungserscheinungen (z.B. bei Arthrose)
  • Rheuma
  • Gicht
  • Grippaler Infekt
  • Infektionserkrankungen wie z.B. Borreliose und in Folge dessen Fibromyalgie
  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Medikamenteneinnahme (z.B. Statine)
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Muskelverspannungen besonders häufig

Besonders häufig sind Muskelschmerzen in Folge von Verspannungen, die sich wiederum als direkte Konsequenz von Bewegungsmangel, einseitiger Belastung oder auch Stress einstellen können. Die Muskelverspannungen lösen Durchblutungsstörungen der kleinsten Kapillaren aus, die Folge ist eine Minderversorgung mit Sauerstoff. Durch dieses Sauerstoffdefizit der einzelnen Zellen der Muskulatur und des Bindegewebes kommt es zwangsläufig zu einem Energiedefizit auf zellulärer Ebene mit vermehrter Bildung von Milchsäure. Fehlender Sauerstoff löst eine Art Energiekrise aus. Bleiben Muskelfasern als Resultat des Sauerstoffmangels bzw. aus dem Energiedefizit auf zellulärer Ebene kontrahiert, so spricht man von so genannten Kontraktionsrückständen, die innerhalb feinster Muskelfasern auftreten können. Diese können zu erheblichen Schmerzen führen. Die Dysfunktion auf zellulärer Ebene führt somit nicht "nur" zur Gewebeazidose, sondern auch zu Kontraktionsrückständen. Muskeln können bewusst angespannt und entspannt werden. Kontraktionsrückstände können jedoch nicht willentlich gelöst werden. Solche kontrahierten Muskelfasern(teile) werden auch als Triggerpunkte (Tender points) bezeichnet.

Verspannungen lösen: Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

Es gibt eine ganze Reihe von Maßnahmen, die ergriffen werden können, um Verspannungen und die damit einhergehenden Schmerzen zu lindern. In der Apotheke steht eine Reihe von schmerzstillenden, chemisch-synthetischen als auch pflanzlichen Präparaten zur Verfügung. Das Spektrum reicht von Tabletten über schmerzstillende Salben bis hin zu Wärmeanwendungen. Auch Basentherapeutika können bei übersäuerungsbedingten Verspannungen zur Anwendung kommen.

Wer Verspannungen nachhaltig entgegen wirken möchte, sollte grundsätzlich auf mehr Bewegung im Alltag achten.  Besonders effektiv sind Sportarten, bei denen die Muskulatur gleichmäßig beansprucht und gelockert wird. Empfehlenswert sind beispielsweise:

  • Wandern
  • Schwimmen
  • Radfahren
  • Nordic Walking
  • Gymnastik

Zusätzlich können weitere Maßnahmen ergriffen werden, um Verspannungen zu lösen. Zum Beispiel:

  • Zufuhr von Wärme (beispielsweise Rotlichtbestrahlung oder Wärmflasche; allerdings nicht bei Entzündungen)
  • Vollbad mit entspannenden Zusätzen (beispielsweise Melisse oder Rosmarin)
  • Massagen (professionelle, medizinische Massagen durch einen Physiotherapeuten oder Masseur)
  • Ruhe und Entspannung
  • Abbau von Stress (z.B. mit Yoga oder autogenem Training)

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