Nahrungsergänzung mit Vitaminen![]() Eine gute Versorgung mit Vitaminen ist unerlässlich für unsere Gesundheit. Und in diesem Fall gilt tatsächlich: Viel hilft viel. So lautet die Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung): 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag! Doch mit dieser Menge für eine optimale Vitaminzufuhr tun sich die meisten Menschen schwer. Schließlich ist in unserem häufig stressigen Alltag kaum Zeit für einen frischen Salat oder auch eine selbst zubereitete Gemüse-Pfanne. Vielmehr müssen dann Hamburger, Tiefkühlpizza & Co. herhalten – zulasten unseres Vitaminhaushalts. Und tatsächlich sprechen die Zahlen des Ernährungsberichts für sich: Die deutsche Bevölkerung verzehrt durchschnittlich nur etwa 22-144 g Obst und 95-180g Gemüse pro Tag verzehrt. Die empfohlene Menge der DGE liegt bei mindestens 205g Obst und 400g Gemüse bzw. Salat täglich! Hinzu kommt: Die für uns essentiellen Vitamine sind häufig sehr empfindlich und werden leicht durch äußere Einflüsse wie Licht, Sauerstoff und Wärme zerstört. So kann beispielsweise eine falsche Lagerung oder das Zubereiten bei hohen Temperaturen schnell dazu führen, dass sich der Vitamingehalt von Obst und Gemüse verringert. Anzeige
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Vitaminunterversorgung und Vitaminmangel Zwischen der Vitaminunterversorgung, dem rechnerischen Nichterreichen der Referenzwerte und einem Vitaminmangel gibt es einen Unterschied. Die Verwendung des Begriffs "Vitaminmangel" setzt voraus, dass infolge einer chronisch unzureichenden Vitaminversorgung bereits charakteristische Mangelsymptome oder messbare Störungen aufgetreten sind. Fest steht: Die Begriffe "Vitaminunterversorgung" bzw. "unzureichende Vitaminversorgung" beschreiben eine mengenmäßige Unterschreitung der Referenzwerte für die tägliche Vitaminzufuhr, ohne dass sich bereits charakteristische Vitaminmangelsymptome zeigen. Wie groß der individuelle Vitaminbedarf allerdings tatsächlich ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Krankheitsstatus, möglicher Schwangerschaft, Resorptionsstörungen ab. Im Allgemeinen erhöht sich der Vitaminbedarf bei folgenden Personengruppen bzw. in folgenden Situationen:
Wann Vitamine besonders wichtig sind Bei diagnostiziertem Vitaminmangel Für Kinder und ältere Menschen Unumstritten ist die Empfehlung, dass Frauen mit Kinderwunsch zur Prophylaxe von Neuralrohrdefekten (Fehlbildungen des Embryos) bereits vier Wochen vor der Konzeption und während des ersten Drittels der Schwangerschaft Folsäure einnehmen sollten. Auch die Gabe von Vitamin D und Vitamin K bei Säuglingen hat sich etabliert. Häufig leiden Senioren unter einer chronischen Entzündung der Magenschleimhaut. Die Folge sind Aufnahmestörungen für bestimmte Vitamine wie beispielsweise Vitamin B12. Im Alter nimmt außerdem die Fähigkeit der Haut ab, Vitamin D zu produzieren. Deshalb sind ältere Menschen, die selten das Haus verlassen, besonders gefährdet, einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln. Auch im Winter ist das Risiko für einen Mangel an Vitamin D erhöht, da für die körpereigene Produktion ausreichend Sonnenlicht benötigt wird. Zur Vorbeugung von Erkrankungen Einige Vitamine wie Vitamin C und Vitamin E übernehmen im Körper wichtige Aufgaben als sogenannte Antioxidantien. Diese fangen aggressive Sauerstoffradikale ab und spielen deshalb eine Rolle zur Vorbeugung von Erkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose und Krebs. Bei Nikotin- und Alkoholkonsum Besonders wichtig ist eine gute Versorgung mit Vitaminen für Personen, die rauchen und/ oder häufig Alkohol konsumieren. Denn beide Genussmittel gehen auf Kosten des Vitaminhaushalts. Der Bedarf an bestimmten Vitaminen ist demzufolge bei dieser Personengruppe häufig erhöht. Bei FolsäuremangelFolsäuremangel rechtfertigt Supplementierung. Die Vitamine der B Gruppe Folsäure, Vitamin B6 und B12 sind am Abbau des Homocysteins im Blut beteiligt. Homocystein ist ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wird besonders durch die Folsäure gesenkt. Laut DGE ist die Versorgung mit Folsäure bei unter 25 -Jährigen und bei älteren Menschen unbefriedigend. Der Mangel könnte aber durch einen höheren Konsum an Obst, Gemüse und Salat ausgeglichen werden. Weil der Konsument sich hier aber als "kauffaul" erweist, fordern Wissenschaftler, täglich 400 µg Folat zu supplementieren. Homocystein gilt auch als Risiko für Depressionen und Demenzzustände im Alter. Studien zeigen, dass durch eine Nahrungsergänzung mit Vorteilen zu rechnen ist. © 2011 medizin.de Top Themen Apotheke.de |





