Wadenkrämpfe – Auslöser und Behandlung von Muskelkrämpfen

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Muskelkrämpfe – und insbesondere Wadenkrämpfe – sind vor allem eines: unangenehm und schmerzhaft. Besonders häufig sind Sportler von den anfallsartig auftretenden Krämpfen betroffen. Schließlich verlieren wir beim Sport durch vermehrtes Schwitzen wertvolle Mineralstoffe wie zum Beispiel Magnesium. Und dies kann letzten Endes auf Kosten der Muskulatur gehen.

Doch auch andere Faktoren wie beispielsweise übermäßiger Alkoholkonsum oder Schlafmangel können die Entstehung von Wadenkrämpfen begünstigen. In eher seltenen Fällen werden Krämpfe durch Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes oder Borreliose ausgelöst. Treten allerdings die Krämpfe besonders häufig auf, sollte die Ursache beim Arztabgeklärt werden.

Die häufigsten Auslöser für Wadenkrämpfe

Bei Wadenkrämpfen kommt es zu einem Ungleichgewicht zwischen An- und Entspannung des Muskels. Die Ursachen sind vielfältig. Hier einige der möglichen Auslöser im Überblick:

  • Mineralstoffverlust durch Schwitzen beim Sport (Magnesiummangel/ Kaliummangel)
  • Unzureichende Flüssigkeitszufuhr
  • Überlastung
  • Fehlstellungen der Füße
  • Schwangerschaft
  • Übermäßiger Alkoholgenuss
  • Medikamente
  • Schlafmangel
  • Alter

In eher seltenen Fällen werden Wadenkrämpfe durch Stoffwechsel- oder auch Infektionskrankheiten ausgelöst. Einige der möglichen Erkrankungen, bei denen häufige bzw. stark ausgeprägte Krämpfe Begleitsymptom auftreten können:

  • Diabetes
  • Borreliose
  • Restless Legs Syndrom
  • Parkinson
  • Fibromyalgie
  • Epilepsie
  • Schilddrüsenerkrankung

Wadenkrämpfe schnell lindern

Treten Wadenkrämpfe auf, sollte man dem Drang, sich möglichst nicht zu bewegen, nicht nachgeben, sondern eher aktiv entgegen steuern. Das bedeutet konkret:

  • Die Zehenspitzen mit den Fingern heranziehen und das Bein möglichst durchdrücken
  • Den Fuß mit aller Kraft gegen die Hand einer weiteren Person drücken und das Bein durchstrecken
  • Massieren der betroffenen Wade
  • Ein paar Schritte umherlaufen
  • Eine kurze Wechseldusche (kaltes und warmes Wasser im Wechsel) durchführen

Wer zu Krämpfen neigt, kann zusätzlich auf in der Apotheke erhältliche, entkrampfende und schmerzlindernde Medikamente zurückgreifen.

Sollten die Krämpfe in Verbindung mit einer Grunderkrankung stehen, gilt es primär, die Erkrankung als Ursache angemessen zu behandeln und damit auch die Symptome zu lindern. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt.

Wadenkrämpfen vorbeugen

Wer schmerzhaften Wadenkrämpfen vorbeugen möchte, kann neben der Anwendung spezieller, entkrampfender Medikamenten und der Einnahme von Magnesiumpräparaten zusätzlich einige einfache Tipps beachten.

  • Achten Sie auf eine magnesiumreiche Ernährung! Denn häufig steckt ein Magnesiummangel hinter Wadenkrämpfen. Besonders magnesiumreiche Lebensmittel sind zum Beispiel Bananen, Vollkornprodukte, Sonnenblumenkerne und Schokolade.
  • Trinken Sie ausreichend Flüssigkeit – gerade auch vor und nach dem Sport (ggf. können Sie hier auf spezielle Mineraldrinks zurückgreifen)
  • Überlasten Sie sich nicht und gehen Sie bei körperlichen Aktivitäten nicht über Ihre Grenzen hinaus
  • Trainieren Sie Ihre Wadenmuskulatur
  • Reduzieren Sie Ihren Alkoholkonsum

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Quellen:

Dr. med. Wenzel, P.: Hausapotheke. Wirksame Hilfe aus Naturheilkunde und Schulmedizin. Gräfe und Unzer Verlag, München 2005

Dr. med. Buchhorn, T., Dr. med. Pejman, Z.: Sportverletzungen. Sicher erkennen, richtig handeln. BLV Verlag, München 2009