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23 Februar 2020 | Publiziert in Startseite Kacheln (Daten & Netzwerke). Gelesen 15821 mal.

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Immer mehr Online-Zugriffe erfolgen über mobile Endgeräte. Schon heute entfallen weltweit mehr als 50 % aller Seitenaufrufe auf Smartphone und Tablet(1). Dieser Trend setzt sich auch im Healthcare-Bereich fort. Während Applikationen von Versandapotheken, Fitnessprogrammen und medizinische Nachschlagewerke bereits etabliert sind, erweitert sich das Angebot nun um verschreibungspflichtige Apps, für die der Arzt ein Rezept ausstellt und deren Kosten durch die Krankenkasse übernommen werden. 

Welche Gesundheitsapps gibt es derzeit auf dem Markt?

Die Verbraucherzentrale NRW unterteilt die Apps in drei Gruppen:

  • Lifestyle-Apps: Sie unterstützen in erster Linie ein gesundheitsbewusstes und präventives Verhalten.
  • Ernährungs-Apps
  • Bewegungs-Apps
  • Fitnesstracker
  • Aufzeichnung des Schlafrhythmus
  • Service-orientierte Apps: Sie unterstützen User bei der Organisation der medizinischen Belange.
  • Erinnerung an Arzttermine
  • Dokumentation des Impfstatus
  • Onlinekommunikation mit Krankenkasse
  • Symptomtagebuch
  • Medizinische Apps: Sie unterstützen direkt die Diagnostik und Therapie
  • Auswertung von Blutzuckerwerten
  • Therapieanleitung bei Rückenschmerzen
  • Spezielle Klangtherapie bei Tinnitus
  • Umgang mit Depressionen(2)
  • Digitale Krankenkasse

Medizinische Apps werden zu verschreibungspflichtigen Medizinprodukten

Das „Digitale-Versorgung-Gesetz“ wurde am 07.11.2019 durch den Bundestag beschlossen und ermöglicht u. a. die ärztliche Verordnung medizinischer Apps. Voraussetzung für die Verordnungsfähigkeit ist eine Prüfung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) auf:

  • Datensicherheit
  • Datenschutz
  • Sicherheit
  • Qualität
  • Funktionstauglichkeit

Ist dieser Nachweis erbracht, ist für ein Jahr eine vorläufige Finanzierung durch die GKV freigegeben. In dieser Zeit muss der App-Betreiber einen medizinischen Nutzen für den Patienten nachweisen(3).

Medizin.de schafft unabhängige Plattform für medizinische Apps

Als inhaltlich neutrale Basis für ein nationales Gesundheitsportal bietet die nächste Entwicklungsstufe  von Medizin.de Betreibern zertifizierter Gesundheitsapps die Möglichkeit, sich zu registrieren. Dies gilt insbesondere für die Applikationen, die künftig einer Verschreibungspflicht unterliegen. Durch Kooperationen mit Krankenkassen, App-Entwicklern, Betreibergesellschaften und Ärzten stellen wir neben einem offiziellen Register für medizinische Apps auch alle notwendigen Informationen zu Funktionalität, Indikationen und Anwendungen zur Verfügung. Auf diesem Wege wird Medizin.de Betreiber, Ärzte und Nutzer unter einem Dach zusammenführen und auf diesem Wege dazu beitragen, Transparenz in der digitalen Medizin zu schaffen sowie die Transaktionswege (Download, Verschreibung, Verlängerung etc.) für alle Protagonisten zu vereinfachen.

Zusammenfassung

Medizin.de reagiert auf die Entwicklungen des Digitale-Versorgung-Gesetz und bietet in der nächsten Entwicklungsstufe zum Thema Gesundheits-Apps folgende Leistungen an:

  • Registrierung aller verschreibungspflichtigen Apps
  • Übersicht der Apps mit integriertem Symptomfinder, der Auswahl an Apps für Nutzer/Arzt eingrenzt
  • Zusammenführung von Betreibern, Ärzten und Anwendern unter einem Dach für maximale Datensicherheit
  • Kompatibilität mit weiteren Medizin.de-Angeboten wie E-Sprechstunden und E-Rezepten
  • Regelmäßige News-Artikel über neue medizinische Mobile-Apps und Entwicklungen
  • Offenlage der Zertifizierung durch Kooperation mit BfArM

Quellenangaben

  • Statista (link)
  • Verbraucherzentrale NRW (link)
  • Bundesgesundheitsministerium (link)
Letzte Änderung am Mittwoch, 08 Juli 2020 14:11