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Augmented Reality

Augmented Reality

25 Februar 2020 | Publiziert in Startseite Kacheln (Zukunftstechnologien). Gelesen 8036 mal.

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Das Portal „Devicemed“ definiert die Rolle von Augmented Reality in der Medizin wie folgt: „In der Medizin hat Augmented Reality bisher noch am deutlichsten seine praktische Anwendbarkeit bewiesen(1)“. Viele AR-Techniken sind noch in der Entwicklung, aber die Rolle im Healthcare-Sektor wird zunehmen. Der Vermeidung von Kunstfehlern, die Reduktion von Komplikationen und die hochgradig patientenindividuelle Ausgestaltung von Reha- und Physioprogrammen. Und im Auto ist AR längst angekommen: Beim rückwärts Einparken erweitern akustische Signale unsere sichtbare Realität.

Augmented Reality: Wachsende Bedeutung im Medizinstudium

Zu den größten Herausforderungen des Medizinstudiums gehört die Wahrung folgender Grundsätze:

  • Dem Studenten ein möglichst realistisches Bild seiner späteren Tätigkeit zu vermitteln
  • Ein Höchstmaß an Patientensicherheit zu garantieren

Dies vermag mitunter wie die „Quadratur des Kreises“ anmuten. Optimierungsmöglichkeiten bieten hier AR- und VR-Techniken, die ein Maß an Realität darstellen können, das bislang nicht erreichbar war. So sind realistische Simulationen möglich, ohne hierfür einen Patienten gefährden zu müssen. Der Student erhält durch das System eine sofortige Rückmeldung seiner Handlungsschritte, was sich zusätzlich positiv auf die Lernkurve auswirkt(2).

Unterstützung im OP: Der Röntgenblick

Die in der Entwicklung befindlichen AR-Techniken für den OP muten an wie aus einem Science-Fiction-Film. So können Ärzte irgendwann mit einer speziellen AR-Brille in das Operationsgebiet schauen, ohne dies vorher eröffnet zu haben. Durch Scanner, ultraschnelle Rechenmodule und entsprechender Software ersetzen diese „head mounted displays“ das vorherige Röntgen-, CT- und MRT-Bild(3).

Digitaler Scan von befallenen Lymphknoten

In der Entwicklung befindet sich ein AR-System zur intraoperativen Detektion von befallenen Lymphknoten. „Augmented Reality unterstützt den Arzt mithilfe von visuellen Markierungen während der Operation. Dabei wird die Position des Lymphknotens über eine AR-Brille virtuell eingeblendet“, heißt es vom Fraunhofer-Institut Darmstadt. Der Patient erhält einen Infrarot-Farbstoff injiziert, der sich in befallenen Lymphknoten anreichert. Spezielle Infrarot-Kameras erfassen diese und setzen daraus ein dreidimensionales Bild für den Operateur zusammen(4).

Virtual Reality wird Augmented Reality ergänzen

In der Virtual Reality befinden sich – anders als in der Augmented Reality – keine Elemente der „wahren Umwelt“, sondern der Nutzer befindet sich zu 100 % in einer virtuellen Umgebung. Auch diese Technologie hält Einzug in die Medizin, wie in diesem Video anschaulich dargelegt.

Potenzielle Medizin.de Berichterstattung

  • (Interaktive) Grafik: Kurze Vorstellung möglicher Einsatzfelder im Healthcare-Sektor
  • Interview: Augmented Reality im OP: Luxus oder unnötige Ablenkung?
  • Übersichtsartikel: Wie ist der technische Stand global betrachtet? Welche Länder sind in dem Thema besonders weit vorne?

Quellen

  • Devicemed (link)
  • MedialistInnovation (link)
  • W wie Wissen, ARD (link)
  • Fraunhofer-Gesellschaft (link)
Letzte Änderung am Donnerstag, 05 März 2020 15:16