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Aus- Weiterbildung

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Das Medizinstudium in Deutschland ist sehr verschult – weit mehr als die meisten anderen Studiengänge. Digitalisierung findet derzeit in der ärztlichen Ausbildung praktisch keine Berücksichtigung. Das ist angesichts der Fülle an Innovationen, die auf die angehenden Mediziner wartet, sehr erstaunlich. Jonah Grütters, Medizinstudent und Ausbildungskoordinator bei der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd), fasst das Dilemma zusammen: „Es kann sein, dass mir später im klinischen Alltag eine Technik begegnet, von der ich nie zuvor gehört habe“. Die Studenten fühlen sich in dieser Hinsicht zurückgelassen.

Medizinstudium: Viele Anwendungsgebiete für digitale Features

Es gäbe zahlreiche Ansatzpunkte, die Digitalisierung schon heute in das Studium einfließen zu lassen. Lehrbücher digitalisiert auf dem Tablet sind nur ein Beispiel. „Ein Herzgeräusch im Internet anzuhören bringt mehr als darüber in einem Buch zu lesen“, so Grütters. Seiner Ansicht nach fehlt die Vermittlung von Digitalisierung als Kernkompetenz im Studium vollends. „Später als Arzt könnte ich meinen Patienten rein gar nichts darüber sagen, welche Gesundheits-App empfehlenswert ist und welche nicht. Die Sichtweise auf künftige Medizinprodukte/Features muss unbedingt in das Medizinstudium integriert werden.

Eine kurze Betrachtung wird nicht ausreichen

Einzelne Komponenten der ärztlichen Aus-, aber auch Weiterbildung auszutauschen, wird nicht ausreichen. Dafür ist der Prozess der Healthcare-Digitalisierung bereits zu omnipräsent. Es bedarf eines umfangreichen Changemanagements. „Mal hier und da einen dreidimensionalen Blutkreislauf zu integrieren, ist nicht die Lösung“, resümiert Jonah Grütters. Digitalisiert werden muss auch die Vermittlung von Kernkompetenzen, wie Kommunikation – schließlich erfolgt auch hier längst nicht mehr alles auf „analogem Wege“. Bei einer Vorstellung möglicher digitaler Konzepte innerhalb der ärztlichen Ausbildung im Bundesgesundheitsministerium blickten Grütters und einige Kommilitonen in nickende Gesichter. „Ich glaube, die geschilderte Situation hat viele überrascht“.

Weiter Informationen zu dem Thema unter diesem Video.

Medizin.de unterstützt digitalisiertes Studium

In der kommenden Entwicklungsstufe stellt Medizin.de Medizinstudenten nicht nur eine einheitliche E-Mail-Adresse zur sicheren Kommunikation untereinander zur Verfügung. Eingebaut werden sollen auch Videosprechstunden mit Ärzten/Lehrbeauftragten im Rahmen von Praktika/Hospitationen oder als Vorbereitung auf Prüfungen. Auch Videochats untereinander – z. B. beim gemeinsamen Lernen – sind über Medizin.de geplant. Damit möchten wir einen Beitrag für mehr Digitalisierung in der ärztlichen Aus- und Weiterbildung leisten.

Potenzielle Medizin.de-Themen

  • Video-Interview mit einem Medizinprofessor zum Thema Medizinstudium der Zukunft
  • Dauer verändern
  • Trennung zwischen Vorklinik und Klinik noch zeitgemäß
  • Weniger Präsenzveranstaltungen durch Video-Vorlesungen
  • Kontaktaufnahme/Evtl. Kooperation mit Gesellschaft für medizinische Ausbildung
  • Übersichts-Flipchart: aktuelle/neue ärztliche Weiterbildungsmöglichkeiten
  • Fokus auf zukunftsträchtige Themen wie Genchirurgie, Biotechnologie etc.
  • Auch Klassiker anbieten
  • Zukünftig: Aufbau einer Suchmaschine für ärztliche Fortbildungen/Weiterbildungen
Letzte Änderung am Mittwoch, 25 März 2020 01:17

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