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Digitale Diagnostik

Digitale Diagnostik

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Die digitale Diagnostik nahm ihren Ursprung in der Zahnheilkunde, berichtet Dr. Markus Hoppe, Experte für digitale Diagnostik im Allgemeinen und digitale Lungentomographie im Speziellen. Von der Zahnheilkunde aus breitet sich die digitalisierte Diagnostik in weitere Fachgebiete, z. B. die HNO-Heilkunde, Unfallchirurgie oder Orthopädie, aus. Viele Menschen befürchten, dass die klassische Arzt-Patienten-Beziehung darunter leiden könnte. Richtig ausgeführt, ist das Gegenteil der Fall, so Hoppe.

Die Entwicklung der digitalen Diagnostik

Kern der digitalen Diagnostik sind hochauflösende 3D-Aufnahmen durch vollständig autark arbeitende Systeme, die mit einer wesentlich geringeren Strahlendosis einhergehen. Das hat den Vorteil, dass sie großzügiger angefertigt werden können, was die Genauigkeit der Diagnostik weiter erhöht. Sofort in der Praxis erhalten Arzt und Patient eine Aufnahme, die Diagnose steht schneller fest und es kann mit dem Behandlungsplan begonnen werden. Für den Patienten bedeutet dies u. a. kürzere Wege und weniger Aufwand.

Bildinterpretation durch Systeme

Im Rahmen der digitalen Diagnostik wird eine derart große Menge an Bildern produziert, dass der Arzt diese Datenflut unmöglich allein interpretieren könnte. Hierzu gleicht das System Millionen Einzelbilder mit vorhandenen Daten/Erfahrungen in einer Wissensdatenbank ab. Der Patient kann diese Aufnahmen nebst Befund zusätzlich zum Arztgespräch auf sein Smartphone geschickt bekommen. Fraglich wird hier noch sein, wie dies mit dem Datenschutz konform ist.  

Ausgangspunkt Zahnheilkunde

Die digitale Diagnostik nahm ihren Ursprung in der Zahnheilkunde (Digitale High-Tech Volumentomographie, DVT), um u. a. folgende Fragen zu klären:

  • Kann ich implantieren?
  • Wie ist die Knochensubstanz?
  • Finde ich einen Zugang zum Nervenkanal

Von der Frage nach Allgemeinimplantaten entwickelte sich das System weiter zu patientenindividuellen Implantaten. Gerade in der Orthopädie und Unfallchirurgie zeigt sich dieselbe Entwicklung, vor allem auch in der Endoprothetik (Produktion individueller Endoprothesen).

Auswirkungen auf das Arzt-Patienten-Verhältnis

Durch künstliche Intelligenz erfolgt eine wesentlich genauere Diagnostik, was sowohl für Arzt und Praxis als auch den Patienten eine Win-WIn-Situation darstellt. Die Vereinfachung der Prozesse bei gleichzeitig höherer Effektivität schafft eine Situation, in der der Arzt zeitlich entlastet wird und den Patienten deutlich intensiver beraten kann. Digitale Diagnostik schafft für alle Seiten mehr Planungssicherheit.

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Letzte Änderung am Mittwoch, 25 März 2020 01:12