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Ergonomie (Monitor)

Oktober 04, 2017
Ergonomie (Monitor) Ergonomie (Monitor) Thomas Andreas / shutterstock.com

Millionen Deutsche schauen täglich stundenlang auf einen Computer-Bildschirm (Monitor). Viele kommen aus dem Büro nach Hause und schalten als erstes den eigenen PC an – so kommen zu Feierabend und am Wochenende noch einige Stunden hinzu. Allein diese Zeitspanne sollte Anlass genug sein, sich mit der optimalen Gestaltung eines Bildschirmarbeitsplatzes (Ergonomie) zu beschäftigen. Vielleicht können so vorschnelle Müdigkeit, Unkonzentriertheit , Kopfschmerzen, trockene Augen oder Hautreizungen im Gesicht vermieden werden. Diese Beschwerden werden immer wieder mit einem Monitor in Verbindung gebracht, zusammenfassend betrachtet ist die Kausalität zwischen Bildschirm und Gesundheitsproblemen aber wenig gesichert.

Selbsthilfe

Eine erste Optimierung der Ergonomie ist selbst schnell durchgeführt: Auf dem Monitor sollten keine Reflexionen vom Fenster oder Glühlampen zu sehen sein. Auch sollte im Blickfeld, also direkt neben dem Monitor, sich keine weitere Beleuchtungsquelle befinden. Als günstigster Blickwinkel gelten ca. 35 Grad nach unten, keinesfalls soll der Monitor über dem Bediener hängen. Als letztes ist der richtige Abstand vom Auge zur Oberfläche einzustellen: mit ungefähr 55cm kann ein Erwachsener bei gerader Sitzhaltung den Bildschirm gerade berühren. Diese Angabe gilt für das heute sehr verbreitete Bildschirmformat 17 Zoll.

Technische Hinweise

Lange in der Diskussion war die Strahlenbelastung durch die Röhrenbildschirme. Zum einen sind diese im Berufsleben fast völlig verschwunden, zum anderen halten diese Monitoren inzwischen fast immer die sehr strenge Norm TCO99 ein, die ein Minimum an Belastung garantiert. Diese Bildschirme sind darüber hinaus durch die Bildwiederholfrequenz gekennzeichnet, die mindestens 75 Hz betragen sollte. Bei geringeren Werten flimmert das Bild. Die heute üblichen TFT-Bildschirme (Thin Film Transistor) strahlen so gut wie nicht, hier sind andere Kennwerte wichtig. Der Kontrastabstand oder das –verhältnis sollte mindestens 200:1 sein, sonst werden schwarze Punkte nur grau dargestellt, der Wert der Helligkeit darf nicht weniger als 200 Candela je Quadratmeter (cd/m2) betragen. Für Arbeit mit Texten nicht ganz so wichtig, aber beim Einsatz von schnellen bewegten Bildern (Video, TV, Spiele) sehr bedeutend ist die Trägheit des Bildaufbaus. Für Büroanwender völlig ausreichend ist eine Reaktionszeit von 12 ms. Der Anschluss an den PC sollte über eine DVI-Schnittstelle geschehen, der VGA-Ausgang liefert das Signal für einen Röhrenmonitor (Fachbegriff CRT-Monitor). Die Farben den Monitors sollen möglichst „echt“ eingestellt sein. Das gelingt mit Testbildern, besonders gutes Kriterium ist die Wiedergabe menschlicher Gesichtsfarbe. ©  medizin.de 2011-2018 (Dr. Berthold Gehrke)

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