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Heuschnupfen (Pollenallergie): Risikofaktoren

Oktober 04, 2017

Über die Entstehung von Heuschnupfen ist seitens der Wissenschaft bislang nur wenig bekannt. Grundsätzlich lassen sich bei Allergien nur schwer einzelne Risikofaktoren benennen, anders als bei Erkrankungen wie zum Beispiel Lungenkrebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Dennoch lässt sich auch für den Heuschnupfen eine Reihe an begünstigenden Faktoren nennen.

  • Genetische Prädisposition: Heuschnupfen tritt wie viele Allergien familiär gehäuft auf. Auch wenn über möglicherweise verursachende Gene noch nicht viel bekannt ist, gilt eine erbliche Komponente als sicher.
  • Übertriebene Hygiene: Wer permanent damit beschäftigt ist, sich zu reinigen und zu desinfizieren, macht sich damit anfälliger für Allergien und Infektionen. Gerade eine ausreichende Händehygiene ist zur Krankheitsprophylaxe unabdingbar – jedoch sollte alles im gesunden Maß erfolgen. So zerstört überhäufiges Duschen den Säureschutzmantel der Haut.
  • Tabakkonsum: Wer regelmäßig raucht, schädigt seine Schleimhäute nachhaltig. Diese verlieren an Stabilität und werden durchlässiger für Allergene und Krankheitserreger. Dasselbe gilt auch für ein Leben in ständig verschmutzter Luft oder erhöhten Ozonwerten.
  • Feinstaub: Ist die Lunge permanent zu hohen Feinstaubwerten ausgesetzt, begünstigt dies Entzündungen und damit auch Heuschnupfen.
  • Ernährung: Eine andauernd zuckerhaltige und ungesunde Ernährung schwächt das Abwehrsystem. So ist beispielsweise bekannt, dass sich Diabetiker schlechter von Infektionen erholen als Gesunde. Gerade industriell hergestellte Fertigprodukte erhöhten das Risiko einer Pollenallergie. Verantwortlich sind die oftmals reichlich enthaltenen Konservierungsstoffe.
  • Zu spätes Stillen: Eine frühzeitige Gabe von Muttermilch setzt offenbar den Grundstein für ein funktionierendes Immunsystem. Immer wieder lässt sich ein gehäuftes Auftreten von Allergien bei jenen Kindern beobachten, die in den ersten vier Lebensmonaten gar nicht oder kaum gestillt wurden.
  • Stress: Andauernder, vor allem als negativ empfundener Stress schwächt das Immunsystem. Der Körper schüttet permanent Stresshormone wie Adrenalin und Kortisol aus. Von Letzterem ist bekannt, dass es die körpereigene Abwehr herunterfährt. Fazit: Zu viel Stress fördert auch Heuschnupfen!
  • Vorhandene Allergie: Wer bereits unter eine Allergie leidet besitzt ein erhöhtes Heuschnupfen-Risiko. Beispiel Tierhaarallergie: Wer nicht auf ein Haustier verzichten möchte, setzt sich nicht nur einer andauernden Symptomatik aus sondern muss auch langfristig mit weiteren Unverträglichkeiten rechnen.

© medizin.de 2016-2018 (Gunnar Römer)

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