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Darmkrebs (Teil 1)

Oktober 04, 2017
Darmkrebs Darmkrebs Nerthuz / shutterstock.com

Der Darm gehört zu den Organen, die einen besonderen Einfluss auf unser Wohlbefinden ausüben. Befindet sich beispielsweise an der Bauchspeicheldrüse irgendeine Entzündung oder sonstige Schädigung, spüren wir davon erst einmal lange gar nichts. Anders beim Darm: Gerät die aus unzähligen Bakterien bestehende Darmflora aus dem Gleichgewicht, spürt der Mensch sehr schnell Symptome wie Blähungen, Verdauungsstörungen oder Schmerzen im Unterbauch. Im gesamten Darm befinden sich mehr als 100 Milliarden Nervenzellen, die jede kleine Veränderung registrieren. Zahlenmäßig übertrifft das Verdauungsorgan damit Gehirn und Rückenmark zusammen. Besonders zwei Teile unseres Darmes sind besonders anfällig für die Entstehung bösartiger Geschwüre: Der Dickdarm und das Rektum. Weit über 95 % aller Darmkrebsfälle entfallen auf diese Abschnitte, weswegen der Begriff Darmkrebs als Synonym für ein Dickdarm- bzw. Rektumkarzinom verwendet wird. Mediziner fassen die lebensbedrohliche Diagnose unter der Bezeichnung kolorektales Karzinom zusammen.

Bestehende chronische Erkrankungen des Darmes, eine unausgewogene Ernährung und nicht zuletzt eine genetische Vorbelastung lassen das Darmkrebsrisiko signifikant ansteigen. Blut im Stuhl – in der medizinischen Fachsprache als Hämoccult bezeichnet – ist oft das erste sichtbare Anzeichen für Darmkrebs. Ebenso ändern sich plötzlich die Stuhlgewohnheiten und die Zusammensetzung der Ausscheidungen. Der Facharzt für Gastroenterologie kann den Darmkrebs in einigen Fällen mit den Fingern ertasten. Liegt der Darmkrebs weiter im Inneren des Dickdarms, wird der Untersucher eine Koloskopie (Dickdarmspiegelung) durchführen, um den Darmkrebs zu identifizieren. Verdächtiges Gewebe kann sofort mit dem Endoskop abgetragen werden. Um einen möglichst großen therapeutischen Nutzen zu erzielen, wird der Darmkrebs in der Regel chirurgisch entfernt. Nicht selten schließt sich daran eine Kombination aus Chemotherapie und Bestrahlung an, um evtl. vorhandene Reste des Darmkrebses zu beseitigen. Darmkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in den Industriestaaten. Da sich Darmkrebs praktisch immer aus dem Epithel der Darmwand entwickelt, handelt es sich um ein Karzinom.

© medizin.de 2013-2018 (Gunnar Römer)

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