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Muskelschmerzen: Therapie

Muskelschmerzen: Therapie

Die Therapie von Muskelschmerzen richtet sich nach deren Ursache. Durch die Vielzahl an Auslösern ist auch die Bandbreite an Behandlungsmöglichkeiten groß. In jedem Fall muss eine Diagnose gestellt werden. Nur dann ist eine gezielte Therapie möglich. Gehen Sie daher lieber einmal öfter als einmal zu wenig zum Arzt. Dieser unterscheidet zwischen akuten und chronischen Muskelschmerzen. Wadenkrämpfe, Muskelkater oder Überbelastungen können Sie meistens zu Hause  behandeln. Zahlreiche Salben und Tabletten stehen Ihnen dafür zur Verfügung.

Von Ibuprofen bis Wärmeumschläge: Die Therapie zu Hause

Verletzungen, Erkrankungen oder unklare Muskelschmerzen gehören in die Hände eines Arztes. Gehen Sie im Zweifel lieber einmal zu oft als einmal zu wenig dorthin. Oft können Sie Muskelschmerzen auch bequem von zu Hause aus behandeln. Die Bandbreite an rezeptfreien Präparaten ist groß.

Ibuprofen-Schmerzgel

Ibuprofen ist ein Schmerzmittel aus der Wirkstoffgruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika. Es ist wirksam gegen Schmerzen und Entzündungen des Bewegungsapparats. Das Schmerzgel ist so konzipiert, dass der Arzneistoff bis tief in Ihre Muskeln eindringt. Dort entfaltet es seine heilende Wirkung. Ibuprofen ist im Schmerzgel in mikroskopisch kleinen Partikeln (Mizellen) verpackt. Ibuprofen gibt es auch als Tablette, der Vorteil eines Schmerzgels ist aber die lokal begrenzte Wirkung. Eine Alternative sind Gele mit Diclofenac – ebenfalls ein bewährtes Schmerzmittel.

Heparin-Salbe

Im Gegensatz zu Ibuprofen und Diclofenac wirkt Heparin nicht gegen eine Entzündung. Vielmehr handelt es sich um einen Blutverdünner (Antikoagulans). Es wird zur Behandlung großer Blutergüsse (Hämatome) eingesetzt.

Arnika-Salbe

Je nach Ursache können Sie auch pflanzliche Wirkstoffe in die Therapie einbinden. Besonders erfolgversprechend bei Muskelschmerzen sind Arnika-Extrakte. Arnika ist eine in Europa weit verbreitete Heilpflanze. Aus den Blüten stellen Pharmazeuten eine abschwellende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Tinktur her. Nutzen Sie Arnika-Salben vor allem bei Quetschungen und Zerrungen. Auch Blutergüsse werden durch eine Engstellung der Gefäße gelindert.

Therma-Produkte

Arzneimittel werden hier vermieden. Genutzt wird die heilsame Wirkung von Wärme. Spezielle Wärmepads für Rücken und Nacken enthalten eine Mischung aus Eisenpulver und Aktivkohle. Wenn Sie die Verpackung aufreißen, reagieren die Verbindungen mit Sauerstoff. Diese Reaktion setzt Wärme frei, die Ihre Muskelschmerzen lindert. Der Effekt hält bis zu acht Stunden an. Durch die Wärme entspannt sich Ihre Muskulatur und die Durchblutung wird gefördert. Bei Verspannungen reichen Therma-Produkte manchmal schon aus um Sie von Muskelschmerzen zu befreien.

Die Therapie akuter Muskelschmerzen

Akute Muskelschmerzen entstehen oft durch Sport- oder Haushalts-Unfälle. Halten Sie die betroffene Stelle zunächst ruhig und kühlen Sie zum Beispiel mit einem Eisbeutel. Packen Sie diesen in ein Tuch um Erfrierungen zu vermeiden. Bei Verdacht auf eine ernste Verletzung sollten Sie zum Arzt gehen. Er kann das Ausmaß und die Art der Schädigung diagnostizieren und eine passende Therapie einleiten. Unbehandelt drohen bleibende Schäden wie Vernarbungen, Funktionseinbußen oder Verknöcherungen. Schonen Sie einen verletzten Muskel unbedingt lange genug! Beginen Sie erst nach vollständiger Abheilung langsam mit Belastungen.

Auch ohne ersichtliche Ursachen wie Unfälle oder Stürze können beim Sport plötzlich Muskelschmerzen auftreten. Regel Nummer eins: Unterbrechen Sie das Training sofort. Zerrungen und Krämpfe sind häufig, insbesondere bei mangelndem Aufwärmen vor dem Workout. Einen Krampf können Sie durch eine gezielte Gegenbewegung rasch lösen. Lange Pausen sind hier nicht notwendig. Anders sieht es bei einer Zerrung aus: Je nach Ausmaß sollten Sie zwischen zwei und vier Wochen pausieren. Muskelfaserrisse bedürfen rund acht Wochen, Muskelrisse bis zu einem Vierteljahr Unterbrechung.

Chronische Muskelschmerzen: Die Behandlung einer Volkskrankheit

Chronische Muskelschmerzen sind eine Volkskrankheit mit vielen Ursachen. Besonders häufig leiden Menschen unter dem Schulter-Nacken-Syndrom. Der Name verrät bereits die Verbreitung der Schmerzen. Vor Beginn der Behandlung muss herausgefunden werden, warum Sie unter den Muskelschmerzen leiden. Häufige Auslöser sind falsche Sitzpositionen am Schreibtisch oder ständiger Durchzug. Durch Beseitigung der Ursachen, ein gezieltes Muskelaufbau-Training, Arzneimittel oder Wärmepflaster lindern Sie die Beschwerden. Auch regelmäßige Massagen sind hilfreich und entspannend.

Rückenschmerzen – nicht immer steckt die Wirbelsäule dahinter

Millionen Deutsche haben Rückenschmerzen. Meist denkt man dabei sofort an die Wirbelsäule. Häufig ist aber schlicht eine verspannte Muskulatur dafür verantwortlich. Jedoch verkrampfen sich die Rückenmuskeln auch bei Bandscheibenvorfällen. Es entstehen dann heftige Rücken- und Muskelschmerzen. Lassen Sie dies vom Arzt abklären. Fest steht zweifellos, dass Sie eine Stärkung der Rückenmuskulatur sowohl vor Verspannungen als auch vor Bandscheibenvorfällen bewahren kann. Lassen Sie sich beraten, welche Sportart für Sie optimal geeignet ist.

Übersicht rückenschonender Sportarten

Sport tut dem Rücken gut. Das gilt aber nicht für jede Trainingsform. Einige sind besser, andere schlechter für Patienten mit Rückenbeschwerden geeignet. Als besonders rückenschonend gelten folgende Sportarten:

  • Rückenschwimmen
  • Kraulen
  • Walking
  • Nordic Walking
  • Skilanglauf
  • Indoor-Klettern
  • Aerobic
  • Wassergymnastik
  • Radfahren
  • Laufen (entsprechendes Schuhwerk und weicher Boden)
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Vermeiden Sie Stress!

Durch Stress verkrampfen sich unsere Muskeln. Ständige seelische Überbelastungen können somit auch Muskelschmerzen verursachen. Das kommt öfter vor als Sie denken. Auch wenn Sie wenig Zeit haben: Integrieren Sie Entspannungsübungen in Ihren Alltag. Wenig ist besser als gar nicht. Besonders geeignet sind:

  1. autogenes Training
  2. progressive Muskelentspannung
  3. Yoga

Regelmäßiges und moderates Ausdauertraining baut Stress ab. Die progressive Muskelentspannung ist besonders wirkungsvoll, da Sie Ihre Muskeln hierbei aktiv an- und wieder entspannen. Ratsam ist zudem ausreichend Schlaf und Erholung, letzere idealerweise an der frischen Luft. Besonders wichtig: Bauen Sie Übergewicht ab. Jedes Pfund weniger entlastet den Bewegungsapparat. Falls Sie Beratung brauchen, finden Sie diese beim Arzt, bei Ernährungsberatern oder im Fitness-Studio.

Therapie chronischer Muskelschmerzen auf einen Blick

  • Muskelaufbau: Steigert die Widerstandsfähigkeit der Muskulatur
  • regelmäßige Anwendung von Schmerzgel
  • Saunagänge: Entschlacken und entspannen
  • Bäder mit Lavendel, Melisse, Eukalyptus oder Rosmarin
  • Massagen: Entspannen die Muskeln
  • Elektrotherapie: Schwacher Strom lindert Muskelschmerzen
  • Akupunktur: Hilft vielen Menschen bei chronischen Schmerzen
  • Physiotherapie: Wirksam bei zahlreichen Erkrankungen des Bewegungsapparates
  • Neuraltherapie: Sie erhalten ein lokales Betäubungsmittel (Lokalanästhetikum) in den schmerzenden Muskel
  • Psychotherapie: Vor allem bei stressbedingten Muskelschmerzen und chronischen Erkrankungen
  • Wärmepflaster, Wärmeumschläge und Wärmepackungen (Moorschlamm, Fangopackungen etc.)
  • Wärmegüsse: Viertelstündige Stimulation der schmerzenden Muskeln mit einem warmen, harten Wasserstrahl
  • Arzneimittel: Vor allem Diclofenac, Ibuprofen und Heparin
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Grunderkrankungen behandeln & Medikamente beachten

Viele neurologische und orthopädische Erkrankungen, ebenso Infektionen, verursachen Muskelschmerzen. Zwar können auch die Muskelschmerzen selber behandelt werden. Entscheidend ist aber die Beseitigung der Grunderkrankung. Auch bestimmte Medikamente können Ihren Muskeln zusetzen. Bekannt dafür sind vor allem Cholesterinsenker (Statine), bestimmte Antibiotika (zum Beispiel Penicillin) und entwässernde Arzneimittel (Diuretika). Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Setzen Sie Medikamente keinesfalls eigenständig ab!

Wie Sie sehen gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Behandlung von Muskelschmerzen. Wichtig ist, diese nicht einfach hinzunehmen. Werden Sie aktiv und sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber. Oft genügen schon kleine Änderungen und es wird Ihnen besser ergehen. Es lohnt sich immer damit anzufangen.

© medizin.de 2014 – 2017 (Gunnar Römer)

 

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Teil 1: Muskelschmerzen: Allgemeines

Teil 2: Muskelkrämpfe als Auslöser

Teil 3: Muskelschmerzen: Verletzungen als Auslöser

Teil 4: Muskelschmerzen: Verspannungen als Auslöser

Teil 5: Muskelschmerzen: Erkrankungen als Auslöser

Teil 6: Muskelschmerzen: Arzneimittel und Gifte als Auslöser

Teil 7: Muskelschmerzen: Diagnose

Teil 8: Muskelschmerzen: Therapie

muskelschmerzen allgemeines xmee 219033847Muskelschmerzen (FAQ) (© xmee / shutterstock.com)

In der Kategorie Muskelschmerz (FAQ) werden die häufigen Fragen zum Thema gelistet. Hier finden sie weitere Informationen zum Muskelschmerz, aufbereitet als Fragen und Antworten.




Was kann ich sonst gegen Muskelschmerzen tun?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Was kann ich sonst gegen Muskelschmerzen tun?

Vereinfacht gesagt: Beseitigen Sie die Ursache Ihrer Muskelschmerzen. Diese herauszufinden ist Aufgabe Ihres Arztes. Prüfen Sie auch Ihre eigene Lebensweise. Wie gut sitzen Sie am Schreibtisch? Treiben Sie Sport? Haben Sie Übergewicht? Längst nicht immer steckt eine schwerwiegende Ursache hinter Muskelschmerzen. Enorm viel Lebenszeit verbringen Sie auf der Arbeit und im Bett. Beurteilen Sie diese Umgebung besonders kritisch. Sind Bürostuhl und Matratze bequem?

Bauen Sie Übergewicht gezielt ab. Das schont nicht nur Ihre Muskeln, sondern zudem Knochen, Gelenke und innere Organe. Besonders schmerzempfindlich sind Nacken, Schultern und Rücken. Sie können...

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Gibt es Medikamente gegen Muskelschmerzen?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Gibt es Medikamente gegen Muskelschmerzen?

Ja, Ihnen steht eine große Bandbreite rezeptfreier und verschreibungspflichtiger Medikamente zur Verfügung. Wenn Ihr Arzt eine ernste Ursache der Muskelschmerzen ausgeschlossen hat, verwenden Sie einfach verschiedene Schmerzgele. Diese enthalten entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkstoffe. Besonders effektiv sind Diclofenac und Ibuprofen. Beide gehören zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika...

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Sind Muskelschmerzen gefährlich?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Sind Muskelschmerzen gefährlich?

In den allermeisten Fällen nein. Dennoch sollten Sie Muskelschmerzen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Schließlich sind sie zwar meistens ungefährlich, aber sehr belastend. Muskelkater ist völlig normal und auch Verspannungen sind harmlos. Ständig verspannte Muskeln können aber langfristig zu chronischen Kopfschmerzen führen. Achten Sie daher auf die richtige Körperhaltung und vermeiden Sie Durchzug. Verspannungen...

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Welche Erkrankungen führen zu Muskelschmerzen?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Welche Erkrankungen führen zu Muskelschmerzen?

Eine ganze Reihe von Erkrankungen löst Muskelschmerzen aus. Entweder ist die Muskulatur selber betroffen oder die Ursache liegt in anderen Bereichen unseres Körpers. Die Beschwerden bei einer Muskelentzündung (Myositis) ähneln einem starken Muskelkater. Diese Entzündung kann durch Medikamente, Krankheitserreger oder nicht ausgeheilte Sportverletzungen entstehen. Selten richtet sich unser eigenes...

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Wie entsteht ein Muskelkrampf?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Wie entsteht ein Muskelkrampf?

Kenne Sie das unangenehme Gefühl? Mitten in der Nacht beendet ein Muskelkrampf jäh den erholsamen Schlaf. Die Waden sind am häufigsten betroffen. Krämpfe gehen mit plötzlich einsetzenden, massiven Muskelschmerzen einher. Die wichtigste Ursache ist ein Magnesiummangel. Sowohl Magnesium als auch Kalzium sind wichtige Faktoren im Stoffwechsel unserer Nerven und Muskeln. Vereinfacht gesagt sorgt Magnesium für eine...

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Wie entsteht Muskelkater?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Wie entsteht Muskelkater?

Muskelkater ist eine normale Reaktion auf ungewohnte Belastungen. Wenn Sie nach langer Pause wieder ins Training einsteigen, müssen Sie mit Muskelkater rechnen. Dieser ist völlig unbedenklich. Über die Entstehung von Muskelkater herrscht nach wie vor Uneinigkeit. Früher galt eine Übersäurerung als wahrscheinliche Ursache. Kommen unsere Muskeln mit der Energiegewinnung nicht hinterher, entsteht Milchsäure. Eine Anreicherung dieser Substanz im Muskelgewebe gilt als eine Möglichkeit der Entstehung von Muskelkater.

Mittlerweile sind aber Zweifel an dieser Theorie – genannt Stoffwechselhypothese – verbreitet. Experten führen folgende Argumente dagegen an: Muskelkater tritt erst viele Stunden nach der Belastung auf. Zu dieser Zeit ist ein Großteil der Milchsäure wieder abgebaut. Zudem trifft Muskelkater meist ungeübte Sportler. Milchsäure wird aber auch in den Muskeln durchtrainierter Profisportler hergestellt.

Als wahrscheinlicher gilt die Verletzungshypothese. Sie geht von mikroskopisch kleinen Verletzungen der Muskelfasern aus. Minimale Risse in den Muskeln, verbunden mit kleinesten Einblutungen und Entzündungen lösen demnach Muskelkater aus. Auch wenn sich dies zunächst etwas ungewöhnlich anhört: Es handelt sich um eine völlig normale Entwicklung nach ungewohnt hartem Training.

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Löst Sport Muskelschmerzen aus?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Löst Sport Muskelschmerzen aus?

Ja und nein. Wenn Sie nach längerer Pause oder erstmalig Sport treiben, sind Muskelschmerzen völlig normal. Es handelt sich um harmlosen Muskelkater. Lassen Sie sich davon keinesfalls entmutigen! Wenn sich Ihre Muskeln an das Training gewöhnt haben, werden sie es Ihnen danken. Wichtig ist ein schonender Beginn. Es ist selbstverständlich, dass Sie ein Krafttraining mit niedrigen Gewichten beginnen. Zu viel Sport kann zu Überlastungen führen. Auch diese äußern sich durch Muskelschmerzen.

Sportverletzungen sind ebenfalls schmerzhaft. Das gilt besonders für einen Muskelfaserriss. Es handelt sich um eine häufige Trainingsverletzung – und um eine der schmerzhaftesten. Ein Muskelfaserriss entsteht durch plötzliche Extrembelastung. Harmloser ist da eine Prellung. Hier wird Ihr Muskel zwar nicht verletzt, aber durch stumpfe Gewalt (zum Beispiel beim Zusammenprall mit einem anderen Spieler) entsteht ein Bluterguss. Vor allem an Oberschenkel und Waden sind Zerrungen typisch.

Die häufigste Muskelverletzung ist die Verstauchung. Bekannt vorkommen dürfte Ihnen besonders das Umknicken. Hierbei wird die seitliche Fußmuskulatur übermäßig und in eine unnatürliche Richtung gedehnt. Es entstehen minimale Muskelfaser-Verletzungen nahe dem Kapsel-Bänder-Apparat. Sie stellen eine sofortige Bewegungseinschränkung fest. Sportler verstauchen sich häufig die Sprunggelenke und das Knie. Auch Handgelenke und Schuler sind oft betroffen. Bei allen Verletzungen gilt: Schonung verkürzt sowohl Schmerzen als auch Trainingspause.

Als Argument gegen Sport taugt das alles aber kaum: Sie können sich auch im Alltag verletzen. So passieren die meisten Unfälle nicht etwa auf dem Trainingsplatz, sondern im Haushalt. Die Vorteile von Sport überwiegen eindeutig. Das gilt nicht nur für Ihr Herz-Kreislauf-System. Auch Muskelschmerzen lassen sich durch regelmäßiges Training bessern oder gar verhindern. Bedenken Sie: Eine gut trainierte Muskulatur wirkt für Knochen und Gelenke wie ein Schutzschild. Die Muskeln selber werden zudem widerstandsfähiger.

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Lösen Medikamente Muskelschmerzen aus?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Lösen Medikamente Muskelschmerzen aus?

Es gibt einige Medikamente mit Muskelschmerzen als Nebenwirkung. Diese treten nicht bei allen Patienten auf. Relativ häufig klagen Anwender von Cholesterinsenkern (Statinen) über schmerzende Arme und Beine. Schätzungsweise jeder zehnte Patient ist betroffen. Auch kommt es manchmal – wenn auch seltener – parallel zu einer Muskelschwäche. Nicht selten brechen Betroffene die fettsenkende Behandlung frustriert ab. Gehen Sie lieber zum Arzt. Er sucht Ihnen eine besser verträgliche Alternative heraus, ohne dass Ihre Blutfette gefährlich ansteigen.

Manche Wirkstoffe können eine schmerzhafte Muskelentzündung auslösen. Manchmal beobachten Ärzte dies bei dem Antibiotikum Penicillin und einigen weiteren Wirkstoffen wie dem Magen-Medikament Cimetidin. Auch Muskelkrämpfe gehören zum Nebenwirkungs-Profil einiger Arzneimittel. Beispiele hierfür sind das Asthma-Medikament Salbutamol und Levodopa, ein Wirkstoff gegen Parkinson. Es ist nie empfehlenswert, Arzneimittel eigenständig abzusetzen. Ihr Arzt ist in solchen Fragen ein kompetenter Ansprechpartner.

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Wie werden Muskelschmerzen behandelt?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Wie werden Muskelschmerzen behandelt?

Muskelschmerzen sind keine Erkrankung, sondern ein Symptom. Die Therapie richtet sich nach der Ursache. Sportverletzungen werden anders behandelt als Verspannungen. Erst die Beseitigung der Auslöser kann die Schmerzen verhindern. Konzentrieren wir uns zunächst auf Verspannungen. Millionen Menschen leiden aus diesem Grund unter schmerzenden Muskeln. Prüfen Sie zunächst mögliche Ursachen: Ist Ihr Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet? Sind Sie häufiger Zugluft ausgesetzt? Wie bequem ist Ihr Schlafplatz?

Im Zweifelsfall sollten Sie einen Arzt hinzuziehen. Stehen wirklich Verspannungen dahinter, können Sie diese durch Vermeidung der Auslöser behandeln. Verwenden Sie zusätzlich schmerzlindernde Salben mit den Wirkstoffen Ibuprofen, Diclofenac oder Arnika. Heparin lindert Blutergüsse. Therma-Produkte wärmen und lockern Ihre verspannte Muskulatur. Zudem fördern sie die Durchblutung und Sie fühlen sich rasch besser. Häufig wirken sich Muskelaufbau, Krankengymnastik und Physiotherapie günstig aus.

Verletzungen und Erkrankungen können Sie nicht eigenständig behandeln. In diesem Fall sollten Sie den Arzt Ihres Vertrauens aufsuchen. Dieser wird Sie gegebenenfalls zu weiteren Fachärzten (z. B. zum Orthopäden) überweisen. Verletzte Muskeln müssen lange genug geschont werden. Manchmal ist auch eine Operation unvermeidbar; gerade bei Muskelbündelrissen. Viele Krankheiten (beispielsweise Rheuma oder die Fibromyalgie) lösen starke Muskelschmerzen aus. Hier muss die Erkrankung behandelt werden damit die Beschwerden nachlassen.

Kommen Ihre Muskelschmerzen von Medikamenten, sollten Sie möglichst rasch mit Ihrem Arzt sprechen. Keinesfalls sollten Sie die Arzneimittel eigenständig absetzen. Gemeinsam mit dem Mediziner findet sich sicherlich eine schonendere Alternative. Es gibt viele Wirkstoffe, die Muskelschmerzen hervorrufen können. Besonders bekannt hierfür sind Cholesterinsenker (Statine). Die Medikamente ersatzlos zu streichen ist auf jeden Fall keine Alternative! 

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Wie erfolgt die Diagnose von Muskelschmerzen?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Wie erfolgt die Diagnose von Muskelschmerzen?

Durch die zahlreichen Ursachen gibt es nicht „die eine Untersuchung“. Wenn Sie mit einer Sportverletzung zum Arzt kommen, ist die Diagnose schnell gestellt. Anders sieht es bei unklaren Muskelschmerzen aus. Manche Patienten brauchen mehrere Jahre bis ein Arzt die Ursache erkennt. Gerade Patienten mit einer Fibromyalgie haben vor der Diagnose einen wahren „Arzt-Marathon“ hinter sich. Eine ausführliche Patientenbefragung liefert erste Hinweise.

Seit wann leiden Sie unter den Beschwerden? Wann treten diese auf? Helfen Ihnen Medikamente? Dies sind nur einige der Fragen, die Ihnen Ihr Arzt stellt. Auch Ihre persönlichen Lebensumstände sind von Interesse. Treiben Sie Sport? Arbeiten Sie körperlich oder sitzen Sie überwiegend im Büro? Oft ist es eine permanente Fehlhaltung, die Ihre Muskulatur belastet. Wenn Ihre Krankengeschichte bereits eindeutige Hinweise liefert, verzichtet der Arzt zuächst auf weitere Untersuchungen.

Ansonsten wird die Diagnostik fortgesetzt: Neben einer gesamtkörperlichen Untersuchung geben bildgebende Verfahren (vor allem Röntgen, CT und MRT) Aufschluss auf Schäden an Ihrer Muskulatur. Vor allem Verletzungen können so diagnostiziert werden. Erkrankungen zeigen sich oft in einer Blutuntersuchung. So können Ihre Entzündungswerte erhöht sein. Wie reagieren Ihre Muskeln auf elektrische Reize? Ist eine Gewebeprobe nötig? Und haben Sie außer Muskelschmerzen weitere Beschwerden? All dies muss geklärt werden.

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Wie entstehen Muskelschmerzen?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Wie entstehen Muskelschmerzen?

Muskelschmerzen haben zahlreiche Auslöser. Besonders häufig stecken Verspannungen dahinter. Diese entstehen, wenn Sie häufig in einer Fehlhaltung ausharren. Viele Büros und Schreibtische sind nicht ergonomisch. Auch Zugluft lässt Ihre Muskeln hart und unbeweglich werden. Muskelkrämpfe führen innerhalb kürzester Zeit zu schweren Muskelschmerzen. Achten Sie auf eine ausreichende Magnesiumzufuhr!

Zudem gibt es eine Vielzahl an schmerzhaften Verletzungen: Muskelfaserrisse, Prellungen und Zerrungen sind nur einige davon. Muskelschmerzen können auch Folge von Erkrankungen sein. So leiden Patienten einer Fibromyalgie an schubartigen Schmerzen ihres Bewegungsapparats. Rheuma sowie orthopädische und neurologische Krankheitsbilder fördern Muskelschmerzen. Gliederschmerzen sind bei Infektionen typisch.

Das gilt zudem für manche Medikamente. Achten Sie besonders bei der Einnahme von Cholesterinsenkern (Statinen) auf diese Nebenwirkung. Auch Penicillin und zahlreiche weitere Wirkstoffe verursachen bei manchen Menschen Muskelschmerzen. Auch wenn Sie unter dauerndem Stress leidenreagieren Ihre Muskeln mit Beschwerden. Gönnen Sie sich ausreichend Ruhepausen!

Lesen Sie mehr unter [Muskelschmerzen: Auslöser]

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Was sind Muskelschmerzen?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen

Was sind Muskelschmerzen?

Unser Körper besitzt 656 Muskeln, die uns auf verschiedenste Art und Weise Bewegungen ermöglichen. Grundsätzlich kann jeder davon Schmerzen auslösen. Besonders häufig betroffen sind die Muskeln von Schulter, Nacken und Rücken. Die Muskulatur verbraucht viel Energie und ist stark durchblutet. Zudem ist sie reich an Nerven. Aus diesem Grund können Erkrankungen, Verletzungen oder Verspannungen starke Muskelschmerzen hervorrufen.

Wie Rückenschmerzen gehören Muskelschmerzen zu den häufigsten Beschwerden überhaupt. Oft entsteht das eine auch aus dem anderen. Muskelschmerzen werden unterschiedlich wahrgenommen. Von dumpf über ziehend bis stechend, je nach Ursache. Jeder Mensch leidet hin und wieder unter Muskelschmerzen. Meistens sind diese völlig harmlos. Selten steht auch eine ernste Erkrankung dahinter.

 

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