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Alternative Medizin – Naturheilkunde, Homöopathie und TCM

Alternative Medizin – Naturheilkunde, Homöopathie und TCM

Immer mehr Menschen vertrauen so genannten alternativen Heilmethoden. Ob Naturheilkunde, Homöopathie oder Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) - in vielen Fällen erweisen sich diese Therapiekonzepte und Behandlungsmöglichkeiten als wirksame Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin. Der Begriff alternative Medizin umfasst dabei verschiedene diagnostische Konzepte und Methoden. Im Gegensatz zu den wissenschaftlich begründeten Therapien der Schulmedizin beruhen sie auf einem reichhaltigen Erfahrungswissen, das sich z. T. über Tausende von Jahren angesammelt hat.

Geschätzt wird an den alternativen Heilmethoden vor allem, dass sie in der Regel sanft in den Organismus eingreifen und als nebenwirkungsarm gelten. Vor der Entscheidung über das geeignete Therapieverfahren steht aber auch in der alternativen Medizin die richtige Diagnose. Der professionelle Rat durch den Arzt oder Apotheker sollte in der Regel auch bei der Anwendung von Heilpflanzen, Nadeln & Co. nicht fehlen.

Naturheilkunde

Von jeher nutzen Menschen die Kraft der Natur, um Krankheiten vorzubeugen,Beschwerden zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern. Heil- und Arzneipflanzen, Wasser, Luft, Wärme, Bewegung, bewusste Ernährung – all dies wird in der Naturheilkunde eingesetzt. Von Aristoteles über Hildegard von Bingen bis hin zu Sebastian Kneipp – das Wissen um die Wirkungsweise und gesundheitsfördernde Anwendung natürlicher Heilmethoden hat eine lange Tradition. Zu den Naturheilverfahren zählen u.a.

  • Phytotherapie: Behandlungen mit Pflanzenwirkstoffen
  • Balneo- und Hydrotherapie: Wasseranwendungen, Bäder, Güsse
  • Aromatherapie: Einsatz von Düften und Aromen
  • Bewegungstherapie: verschiedenste Körperübungen
  • Diätetik: die Heilung unterstützende bzw. angepasste Ernährung

Mit ihren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten nimmt die Heilpflanzenkunde im Rahmen der Naturheilkunde einen großen Raum ein. Ob bei  Kopfschmerzen, Erkältung, Verdauungsbeschwerden oder auch Muskel- und Gelenkschmerzen – Heil- und Arzneipflanzen werden bei den unterschiedlichsten Symptomen z.B. in Form von Salben, Tabletten oder auch Teezubereitungen eingesetzt.

Homöopathie

Beschwerden können nur mit einem Mittel geheilt werden, das bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome erzeugt – so lässt sich das Ähnlichkeitsprinzip zusammenfassen, auf dem die Homöopathie basiert. Entdeckt hat es der Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann vor rund 200 Jahren. Das Ziel ist es, durch die Behandlung mit Heilmitteln in bestimmten Potenzierungen (Verdünnungen) die Selbstheilungskräfte des Menschen zu aktivieren. Dazu liefert die homöopathische Arzneimittelprüfung (Testen der Mittel und Substanzen am gesunden Menschen) Erkenntnisse darüber, welches Mittel gemäß dem Ähnlichkeitsprinzip jeweils zur Behandlung geeignet ist.

Traditionelle Chinesische Medizin  (TCM)

Charakteristisch für die Traditionelle Chinesische Medizin ist ihr ganzheitlicher Ansatz. Im Gegensatz zur westlichen Schulmedizin werden nicht einzelne Krankheiten, Symptome oder Organe betrachtet, sondern der Mensch mit all seinen Eigenschaften und Befindlichkeiten  und der Organismus als Ganzes. Im Zentrum stehen das Qi (die Lebensenergie) und die Einheit schaffenden Gegensätze Yin und Yang. Erkrankungen und Beschwerden werden in der Chinesischen Medizin als Disharmonie bzw. als Folge eines gestörten Energieflusses verstanden. Ziel einer Behandlung ist es daher, das Qi zu stärken und Yin und Yang wieder in Einklang zu bringen. Körper und Seele stehen dabei gleichermaßen im Fokus. Zu den auch bei unsverbreiteten Behandlungsmethoden der TCM gehören unter anderem:

  • Akupressur (Entspricht dem japanischen Shiatsu): sanfte bis kräftige Druckmassagen zur Lösung von Blockaden, lässt das Qi wieder fließen, z. B. bei Konzentrations- und Kreislaufstörungen oder gegen Müdigkeit.
  • Akupunktur: Mit Hilfe von kleinen Nadeln, die in die so genannten Akupunkturpunkte auf der Haut gesetzt werden, soll die Selbstheilung des Körpers angeregt werden.
  • Chinesische Arzneitherapie (CAT): hauptsächlich pflanzliche Wirkstoffe, die in Form von komplexen Rezepturen als sogenannter „Dekokt“ (Rohdrogenabsud) angewendet werden.
  • Qigong: konzentrierte Atem- und Bewegungsübungen, die die Selbstwahrnehmung bestimmter Organe und Körperregionen fördern. Das Üben wirkt regulierend auf das vegetative Nervensystem und fördert den Qi-Fluss. Ähnlich wie Tai Chi kann Qigong bei Nervosität, innerer Unruhe, Bluthochdruck, Angststörungen, Schmerzen und verschiedenen funktionellen Störungen ausgleichend wirken. 

© 2011-2017 medizin.de

Quellen:

  • Naturamed - Zeitschrift für Gesundheit und Naturheilverfahren
  • Zeitschrift für Phytotherapie
  • Informationen der Dt. Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA ), Dt. Gesellschaft für Klassische Homöopathie (DGKH), Dt. Gesellschaft fürTraditionelle Chinesische Medizin (DGTCM)
Redaktion
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