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Ebola: Allgemeines und Überblick

Oktober 04, 2017
Ebola: Allgemeines und Überblick Ebola: Allgemeines und Überblick Festa / shutterstock.com

Auf keinem Kontinent gibt es derartig viele Infektionskrankheiten wie in Afrika. Und wenige davon sind derart heimtückisch und tödlich wie Ebola. Benannt nach dem Ebola-Fluss im Kongo, fielen der Fiebererkrankung seit den 1970er Jahren viele Tausend Menschen zum Opfer. Ebola ist hochgradig ansteckend und wird über Körperflüssigkeiten, v. a. Blut, weitergegeben. Auch im menschlichen Speichel, Sperma und Vaginalsekret findet sich das tödliche Virus. Etwa 2 bis 20 Tage dauert es, bis die ersten Symptome, wie beispielsweise Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen, auftreten. Typisch sind auch Übelkeit, Erbrechen und hohes Fieber.

Innere Blutungen sind typisch

Charakteristisch für Ebola sind die typischen Blutungen, die nach außen hin sichtbar aus Schleimhäuten austreten. Todesursächlich sind zumeist die inneren Blutungen und ein Multiorganversagen. Ist die Erkrankung aufgetreten, liegt die derzeitige Überlebenswahrscheinlichkeit zwischen 10 und 50 %, ausschlaggebend ist hier v. a. der Allgemeinzustand des Infizierten. Die Blutungen sind es auch, weswegen Ebola als "Hämorrhagisches Fieber" bezeichnet wird. Unter diesem Begriff werden all jene Infektionskrankheiten zusammengefasst, die durch schweres Fieber und kapilläre Blutungen (Hämorrhagien) gekennzeichnet sind. Starke Magen-Darm-Symptome sind für gewöhnlich ebenfalls zu beobachten. Obwohl es seit Bekanntwerden von Ebola in den 1970er Jahren bis zum heutigen Tag immer wieder zu schweren Epidemien gekommen ist, konnte die Wissenschaft bislang weder ein Medikament, noch einen wirksamen Impfstoff gegen die Viruserkrankung finden.

Das Hauptverbreitungsgebiet von Ebola ist West- und Zentralafrika, allerdings gehört die Infektion auch in Deutschland zu den meldepflichtigen Erkrankungen. Erschwerend kommt hinzu, dass in den von Ebola betroffenen Regionen eine zumeist unzureichende medizinische Versorgung herrscht. Weder die technischen Gegebenheiten, noch die Hygiene erlauben eine angemessene Bekämpfung der ohnehin so schweren Erkrankung. Dass viele Menschen in Äquatorialafrika HIV-positiv sind, verschärft die Lage weiter.

Ebola-Epidemie 2014 hält traurigen Rekord

Wie erwähnt ist Ebola in Europa erst seit der ersten großen Epidemie im Sudan und dem Kongo ein bekannter Begriff. Die Epidemie 2014 war sowohl von der geografischen Ausbreitung als auch von den Opferzahlen her die folgenreichste Ebola-Epidemie. Da mehrere Länder betroffen waren, handelt es sich definitionsgemäß um eine Pandemie. Die extreme Ansteckungsgefahr ist vor allem daran schuld. Selbst an den Leichen der Ebola-Opfer ist eine Ansteckung möglich. Durch strengste Quarantänemaßnahmen ließ sich die Infektion zwar teilweise eindämmen: Tragische Ironie: Ein Schutz vor einer weiteren Verbreitung war der häufig rasche Todeseintritt der Infizierten.

© 2014-2018 medizin.de (Dr. Florian Korff)

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