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Ebola: Diagnose

Oktober 04, 2017
Ebola: Diagnose Ebola: Diagnose science-photo / shutterstock.com

Allgemein bekannt ist, dass Ebola oftmals unheilbar ist und es bislang weder spezifische Medikamente noch Impfstoffe gibt. Um aber überhaupt irgendetwas für den Infizierten tun zu können, ist es notwendig zu wissen, ob es sich überhaupt um Ebola handelt. Gerade im Anfangsstadium sind die Symptome (Fieber, Schüttelfrost, Gliederschmerzen, etc.) sehr unspezifisch und können auf eine ganze Reihe verschiedener Infektionskrankheiten hindeuten. So zeigt sich beispielsweise eine Grippe ebenfalls durch die genannten Symptome, aber auch weitere Tropenkrankheiten, wie Gelbfieber, Malaria oder das Dengue-Fieber imponieren durch o. g. klinische Anzeichen. Ein wichtiger Hinweis für die Diagnose ist die Kombination aus der zu beobachtenden Symptomatik und der geographischen Region, in der die vermutliche Ansteckung erfolgte. Dies gilt insbesondere dann, wenn in dieser Gegend kürzlich eine Ebola-Epidemie stattfand oder aktuell stattfindet.

Diagnose durch Labortest

Um eine genaue Diagnose zu stellen ist modernste Labortechnik mit höchsten Sicherheitsmaßnahmen erforderlich. In den Ebola-gefährdeten Regionen Westafrikas findet sich zumeist weder das Eine noch das Andere. In Deutschland existiert eine Reihe von Hochsicherheitslaboratorien – u. a. in Hamburg und München. Die verdächtigen Patienten müssen aufgrund der extrem hohen Ansteckungsgefahr sofort strikt isoliert werden. Unter diesen Bedingungen wird ihnen Blut abgenommen. Dieses wird auf das Ebola-Virus hin untersucht. Ein Antikörpernachweis, wie etwas bei Verdacht auf HIV – ist bei Ebola erst im späten Krankheitsstadium möglich. Erreger lassen sich auch in Gewebeproben und in Abstrichen von der Haut nachweisen, mit Hilfe von Elektronenmikroskopen wird das fadenförmige Virus sichtbar gemacht. Es erfolgt eine engmaschige Überwachung sowohl der Blutwerte als auch der Organfunktionen des Patienten – insbesondere bei Beginn der sichtbaren und inneren Blutungen.

© medizin.de 2015-2018 (Gunnar Römer)

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