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Ebola: Symptome

Oktober 04, 2017
Ebola: Symptome Ebola: Symptome Crevis / shutterstock.com

Lange Latenzzeit

Ab dem Tag der Ansteckung mit Ebola vergehen zwischen zwei Tagen und drei Wochen bis die ersten Symptome sichtbar werden. Dieser große Unterschied in der Latenzzeit beruht Vermutungen zu Folge auf den unterschiedlichen Allgemeinzuständen der Infizierten. Besitzt eine Person ein starkes Immunsystem und ist auch ansonsten in einem gesundheitlich sehr guten Zustand, braucht das Ebolavirus länger, um die verhängnisvolle Erkrankungskaskade in Gang zu bringen. Bei alten und kranken Menschen oder bei kleinen Kindern verhält es sich umgekehrt.

Fieber und Schüttelfrost

Zu den ersten Symptomen einer Infektion mit Ebola gehören zunächst einmal starkes Fieber von über 38,5 °C und Schüttelfrost. Wie es auch von einer Grippe oder einer vergleichbaren Infektion her bekannt ist, gesellen sich rasch starke Glieder- und Kopfschmerzen hinzu. Diese verstärken sich mit zunehmender Erkrankungszeit. Der Patient verliert fast völlig den Appetit und leidet außerdem unter Übelkeit, Bauchschmerzen und Hautausschlägen. Im weiteren Krankheitsverlauf kommt es zu starken Magenkrämpfen, Durchfall und Erbrechen.

Auch Halsschmerzen gehören zum typischen Symptomkomplex – etwas seltener aber ebenfalls in diesem Zusammenhang typisch ist eine Bindehautentzündung. Allen Infizierten ist gemeinsam, dass sie sich vollständig erschöpft und geschwächt fühlen. Bei einem Teil der Erkrankten bildet sich das Fieber teilweise oder sogar ganz zurück. Diese scheinbar erfreuliche Entwicklung ist aber ein Trugschluss; gerade bei jenen Patienten zeigt sich im späteren Stadium ein besonders schwerer Verlauf der Ebola-Infektion.

Gerinnungsstörungen führen zu Blutungen

Früher oder später kommt es durch das Absinken der Blutplättchen zu schweren Gerinnungsstörungen, die sich in inneren und äußeren Blutungen zeigen. Aufgrund ihrer empfindlichen Struktur treten diese zumeist als erstes an Schleimhäuten auf. Besonderes Auge, Mund und Nase sind hier prädestiniert. Aber auch die inneren Organe, v. a. der Gastrointestinaltrakt, zeigen schwere Blutungen.

Todesursache meist Herzversagen

In seltenen Fällen können auch psychologisch-neurologische Beschwerden (z. B. Depressionen oder Psychosen) beobachtet werden. Als weitere Folge kommt es zu Nierenversagen, bis es schließlich bei vielen Betroffenen durch die starken Blutungen zum Multiorganversagen mit Tod des Infizierten kommt. Prognostisch ungünstig ist eine begleitende Entzündung des Gehirns. Der Tod ähnelt dem bei einem septischen Schock – offizielle Todesursache ist meistens ein plötzliches Herzversagen.

© 2015-2018 medizin.de (Dr. Florian Korff)

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