Niederschwellige Hilfe für HPV-positive Frauen

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Niederschwellige Hilfe für HPV-positive Frauen

Das Thema HPV ist hochaktuell. Frauen mit einer Infektion bestimmter Serotypen des „Human Papilloma Virus“ in Scheiden- und Muttermundschleimhaut erkranken nachweislich öfter an einem Genitalkarzinom. Inzwischen sind zwar die ersten Impfpräparate auf dem Markt, doch was geschieht, wenn die Infektion schon geschehen ist und möglicherweise Beschwerden manifest geworden ist? Auch für diese betroffenen Frauen gibt es vielversprechende Entwicklungen.

Biotech kann helfen

Das kanadische Biotech-Unternehmen Helix BioPharma berichtet über den Abschluss einer klinischen Phase-2-Studie. Untersucht wurde „Topical Interferon Alpha-2b“ bei Frauen mit so genannten „sqamösen niedrig-gradigen intraepithelialien Läsionen“ (LSIL), die für eine HPV Infektion mittels PCR positiv getestet wurden. Der Studienendpunkt war die Bestimmung des Anteils von Patientinnen mit einer Resolution des anomalen Pap-Abstrichs während der zwölfwöchigen Studiendauer. Außerdem wurden Sicherheit und Verträglichkeit beurteilt. Ernsthafte Nebenwirkungen waren Fehlanzeige.

Wirkstoff Interferon

Bei Interferon Alpha-2b handelt es sich um einen Modulator des Immunsystems, der gegen eine Vielzahl HPV induzierter Läsionen aktiv ist. Die herkömmliche Applizierung mittels einer schmerzhaften Injektion kann nur durch medizinisches Fachpersonal erfolgen, dies wird durch die topische Variante entbehrlich. Ein ausführlicher Bericht mit den Ergebnissen der Studie ist noch abzuwarten.

© 2007-2018 medizin.de (Dr. Berthold Gehrke)

Redaktion
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