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Atemnot (Dyspnoe): Diagnose
Atemnot (Dyspnoe): Diagnose Tewan-Banditrukkanka / shutterstock.com

Atemnot (Dyspnoe): Diagnose

Allgemeinmedizinische Untersuchung

Nur eine genaue Kenntnis über die Ursachen erlaubt eine effektive Behandlung von Atemnot. Neben der Anamneseerhebung wird der Arzt den Patienten umfassend über dessen Lebensumstände, aktuelle Beschwerden, Grunderkrankungen und mögliche Veränderungen in den letzten Wochen befragen. Von Interesse ist insbesondere, seit wann die Atemnot besteht, ob sie immer zu bestimmten Situationen auftritt oder ob es auslösende Faktoren gibt. Auch gilt es zu ergründen, ob der Patient Raucher ist oder einen belastenden Beruf ausübt. Ist der Arzt ausreichend im Bilde, beginnt dieser mit einer allgemeinmedizinischen Untersuchung. Hierzu gehört:

  • Abhören von Herz und Lunge
  • Blutdruckmessung
  • Messung der Herzfrequenz
  • Körpertemperaturmessung
  • Thorax-Röntgen
  • Blutuntersuchung
  • Lungenfunktionsprüfung

Weiterführende Diagnostik

Oftmals findet sich nach dieser Diagnostik bereits eine Ursache oder zumindest ein Hinweis. Nicht selten sind aber weiterführende Untersuchungen notwendig, die dann von den jeweiligen Fachärzten durchgeführt werden. Notwenig sind z. B. folgende diagnostische Maßnahmen:

  • Erregernachweis
  • Gewebeuntersuchung (Biopsie)
  • MRT/CT
  • Kehlkopfspiegelung
  • Lungespiegelung (Bronchoskopie)
  • Allergietest

© medizin.de 2016-2018 (Gunnar Römer)

Quellenangaben

  • Klinische Pneumologie (Claus Kroegel & Ulrich Costabel), Thieme-Verlag
  • Lunge und Atemwege (Lüscher & Steffel), Springer-Verlag
  • Kurzlehrbuch Innere Medizin (Baenkler, Goldschmidt, Hahn, u. v. m.), Thieme-Verlag
  • Klinische Kardiologie (Erdmann), Springer-Verlag
  • Praktische Pneumologie in der Pädiatrie – Therapie (Matthias Griese & Thomas Nicolai), Thieme-Verlag
  • Kompaktwissen Krankenpflege (Carsten Kunz, Winfried Kunz, Mechthild Seel), Brigitte Kunz Verlag