Einloggen

Username *
Password *
an mich erinnern
Anzeige

Nahrungsergänzung mit Vitaminen

Oktober 04, 2017
Nahrungsergänzung mit Vitaminen Nahrungsergänzung mit Vitaminen Aleksandra-Gigowska / shutterstock.com

Eine gute Versorgung mit Vitaminen ist unerlässlich für unsere Gesundheit. Und in diesem Fall gilt tatsächlich: Viel hilft viel. So lautet die Empfehlung der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung): 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag! Doch mit dieser Menge für eine optimale Vitaminzufuhr tun sich die meisten Menschen schwer.  Schließlich ist in unserem häufig stressigen Alltag kaum Zeit für einen frischen Salat oder auch eine selbst zubereitete Gemüse-Pfanne. Vielmehr müssen dann Hamburger, Tiefkühlpizza & Co. herhalten – zulasten unseres Vitaminhaushalts. Und tatsächlich sprechen die Zahlen des Ernährungsberichts für sich: Die deutsche Bevölkerung verzehrt durchschnittlich nur etwa 22-144 g Obst und 95-180g Gemüse pro Tag verzehrt. Die empfohlene Menge der DGE liegt bei mindestens 205g Obst und 400g Gemüse bzw. Salat täglich!

Hinzu kommt: Die für uns essentiellen Vitamine sind häufig sehr empfindlich und werden leicht durch äußere Einflüsse wie Licht, Sauerstoff und Wärme zerstört. So kann beispielsweise eine falsche Lagerung oder das Zubereiten bei hohen Temperaturen schnell dazu führen, dass sich der Vitamingehalt von Obst und Gemüse verringert.

Vitaminunterversorgung und Vitaminmangel

Zwischen der Vitaminunterversorgung, dem rechnerischen Nichterreichen der Referenzwerte und einem Vitaminmangel gibt es einen Unterschied. Die Verwendung des Begriffs "Vitaminmangel" setzt voraus, dass infolge einer chronisch unzureichenden Vitaminversorgung bereits charakteristische Mangelsymptome oder messbare Störungen aufgetreten sind. Fest steht: Die Begriffe "Vitaminunterversorgung" bzw. "unzureichende Vitaminversorgung" beschreiben eine mengenmäßige Unterschreitung der Referenzwerte für die tägliche Vitaminzufuhr, ohne dass sich bereits charakteristische Vitaminmangelsymptome zeigen.

Wie groß der individuelle Vitaminbedarf allerdings tatsächlich ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren wie Alter, Geschlecht, Körpergewicht, Krankheitsstatus, möglicher Schwangerschaft, Resorptionsstörungen ab.

Im Allgemeinen erhöht sich der Vitaminbedarf bei folgenden Personengruppen bzw. in folgenden Situationen:

  • Freiwillig oder unfreiwillig geringe Nahrungsaufnahme bei negativer Energiebilanz (bei Erwachsenen Energiezufuhr < 1500 kcal bzw. 6000 kJ pro Tag beispielsweise bei energiereduzierten Diäten, bestimmten Sportarten, Anorexia nervosa)
  • im Alter bei Appetitverlust, Krankheiten, schlechtem Gebiss, Schluckbeschwerden)
  • wenn Kinder "schlecht" essen
  • Stark einseitige Ernährungsgewohnheiten (zum Beispiel alte Menschen, die tagelang das Gleiche essen, geringer Verzehr an Obst und Gemüse)
  • Chronisch hoher Genussmittelkonsum (zum Beispiel Alkoholiker)
  • Störungen der Verdauung, Resorption und Verwertung (zum Beispiel Morbus Crohn, Magenresektion, chronische Diarrhö)
  • Erhöhte Nährstoffverluste bei unsachgemäßer Lagerung und Zubereitung der Lebensmittel (z. B. Wärme, Licht, Zeit, Aufwärmen)
  • Veganer (streng vegetarische) oder andere "alternative" Kostformen
  • Allein stehende Menschen, insbesondere Männer, die nicht kochen (selten warme Mahlzeiten können zur Einseitigkeit der Ernährung führen)
  • Chronische Einnahme bestimmter Arzneimittel

Wann Vitamine besonders wichtig sind

Bei diagnostiziertem Vitaminmangel  

Wird im Einzelfall ein konkreter Vitaminmangel festgestellt, sollte dieser gezielt mit einem geeigneten Vitaminpräparat beseitigt werden. Selbstverständlich muss die Ursache eines Vitamindefizits lokalisiert werden. Nach Beseitigung des Mangels ist es wichtig, dauerhaft auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen zu achten.

Für Kinder und ältere Menschen

Unumstritten ist die Empfehlung, dass Frauen mit Kinderwunsch zur Prophylaxe von Neuralrohrdefekten (Fehlbildungen des Embryos) bereits vier Wochen vor der Konzeption und während des ersten Drittels der Schwangerschaft Folsäure einnehmen sollten. Auch die Gabe von Vitamin D und Vitamin K bei Säuglingen hat sich etabliert. Häufig leiden Senioren unter einer chronischen Entzündung der Magenschleimhaut. Die Folge sind Aufnahmestörungen für bestimmte Vitamine wie beispielsweise Vitamin B12. Im Alter nimmt außerdem die Fähigkeit der Haut ab, Vitamin D zu produzieren. Deshalb sind ältere Menschen, die selten das Haus verlassen, besonders gefährdet, einen Vitamin-D-Mangel zu entwickeln. Auch im Winter ist das Risiko für einen Mangel an Vitamin D erhöht, da für die körpereigene Produktion ausreichend Sonnenlicht benötigt wird.

Zur Vorbeugung von Erkrankungen

Einige Vitamine wie Vitamin C und Vitamin E übernehmen im Körper wichtige Aufgaben als sogenannte Antioxidantien. Diese fangen aggressive Sauerstoffradikale ab und spielen deshalb eine Rolle zur Vorbeugung von Erkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose  und Krebs.

Bei Nikotin- und Alkoholkonsum

Besonderswichtig ist eine gute Versorgung mit Vitaminen für Personen, die rauchen und/ oder häufig Alkohol konsumieren. Denn beide Genussmittel gehen auf Kosten des Vitaminhaushalts. Der Bedarf an bestimmten Vitaminen ist demzufolge bei dieser Personengruppe häufig erhöht.

Bei FolsäuremangelFolsäuremangel rechtfertigt Supplementierung. Die Vitamine der B Gruppe Folsäure, Vitamin B6 und B12 sind am Abbau des Homocysteins im Blut beteiligt. Homocystein ist ein unabhängiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und wird besonders durch die Folsäure gesenkt. Laut DGE ist die Versorgung mit Folsäure bei unter 25 -Jährigen und bei älteren Menschen unbefriedigend. Der Mangel könnte aber durch einen höheren Konsum an Obst, Gemüse und Salat ausgeglichen werden. Weil der Konsument sich hier aber als "kauffaul" erweist, fordern Wissenschaftler, täglich 400 µg Folat zu supplementieren. Homocystein gilt auch als Risiko für Depressionen und Demenzzustände im Alter. Studien zeigen, dass durch eine Nahrungsergänzung mit Vorteilen zu rechnen ist.

© medizin.de 2011-2018

Anzeige

Beiträge nach Alphabet

# A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Neueste BeiträgeBeliebte Beiträge
Muskelschmerzen: Erkrankungen als Auslöser

Muskelschmerzen: Erkrankungen als Auslöser

Auch Erkrankungen sind Auslöser von Muskelschmerzen, wenngleich seltener als Verspannungen, Verletzungen o. ä. Um Ihre Schmerzen zu beseitigen, muss also…
Citalopram

Citalopram

Der allmorgendliche Weg ins Bad gleicht einer Weltreise, der Alltag wird zum unbezwingbaren Gegner. Bleischwer lastet die Schwermut auf den Schultern und…
Amitriptylin: Mehr als ein Antidepressivum

Amitriptylin: Mehr als ein Antidepressivum

Ständige Schwermut, Gefühllosigkeit, Desinteresse: Nur drei von zahlreichen Symptomen einer Depression. Das seelische Leiden ist längst zur Volkskrankheit…
Was kann ich sonst gegen Muskelschmerzen tun?

Was kann ich sonst gegen Muskelschmerzen tun?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen Was kann ich sonst gegen Muskelschmerzen tun? Vereinfacht gesagt: Beseitigen Sie die Ursache Ihrer…
Gibt es Medikamente gegen Muskelschmerzen?

Gibt es Medikamente gegen Muskelschmerzen?

Die wichtigsten Fragen zu Muskelschmerzen Gibt es Medikamente gegen Muskelschmerzen? Ja, Ihnen steht eine große Bandbreite rezeptfreier und…
Amitriptylin: Mehr als ein Antidepressivum

Amitriptylin: Mehr als ein Antidepressivum

Ständige Schwermut, Gefühllosigkeit, Desinteresse: Nur drei von zahlreichen Symptomen einer Depression. Das seelische Leiden ist längst zur Volkskrankheit…
Muskelschmerzen: Erkrankungen als Auslöser

Muskelschmerzen: Erkrankungen als Auslöser

Auch Erkrankungen sind Auslöser von Muskelschmerzen, wenngleich seltener als Verspannungen, Verletzungen o. ä. Um Ihre Schmerzen zu beseitigen, muss also…
Citalopram

Citalopram

Der allmorgendliche Weg ins Bad gleicht einer Weltreise, der Alltag wird zum unbezwingbaren Gegner. Bleischwer lastet die Schwermut auf den Schultern und…

Herzrasen: Tipps zur Selbsthilfe

Jeder von uns kennt das unangenehme Gefühl wenn einem das Herz sprichwörtlich bis zum Hals schlägt. Gelegentliches Herzrasen ist nichts Ungewöhnliches und…
Herzinfarkt: Symptome

Herzinfarkt: Symptome (Teil 3)

Sicher kennen Sie das Bild von Menschen, der sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Brust greifen. Vielen sind die Symptome eines…
Anzeige

Wichtige Information

Medizin.de stellt Ihnen unabhängige Informationen zum Thema Gesundheit zur Verfügung. Diese Informationen ersetzen in keinem Fall die professionelle Beratung und/oder Behandlung durch approbierte Ärzte. 

Die Inhalte von Medizin.de sollen und dürfen nicht dazu verwendet werden, eigenständige Diagnosen zu stellen oder Behandlungen durchzuführen

Bitte beachten Sie hierzu auch unsere AGB.
© Medizin.de 2019

© medizin.de    |     Design by It Prisma