COPD (Lungenerkrankung)

COPD (Lungenerkrankung)

Schätzungen zufolge leiden allein in Deutschland bis zu zwölf Prozent aller Erwachsenen ab einem Alter von 40 Jahren an COPD. Die Abkürzung steht für chronisch obstruktive Lungenerkrankungen. Seltener wird die Krankheitsgruppe auch als COLD, CORD oder COAD bezeichnet. Krankheiten aus der COPD-Gruppe manifestieren sich durch Symptome wie Auswurf, Husten und belastungsabhängige Atemnot. Diese Beschwerden werden als AHA-Symptome zusammengefasst...

 

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Diabetes mellitus (Blutzucker)

Diabetes mellitus (Blutzucker)

Diabetes mellitus bezeichnet eine Reihe von Störungen des Blutzuckerstoffwechsels, deren gemeinsames Charakteristikum ständig erhöhte Blutzuckerwerte sind. Dies führt zu einer Reihe von Sofortbeschwerden und Langzeitfolgen, die ab einem gewissen Grad nicht mehr umkehrbar sind. Als krankhaft gilt ein Nüchtern-Blutzucker von über 126 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) und ein Langzeitblutzucker von über 6,5 Prozent. Je nach Entstehungsmechanismus wird zwischen den Diabetes-Typen I bis III und dem Schwangerschaftsdiabetes unterschieden. In den modernen Industrieländern gehört Diabetes mellitus mittlerweile zur Gruppe der Volkskrankheiten, das Gleiche gilt für die Schwellenländer Indien und China...

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Asthma bronchiale

Asthma bronchiale

Der Begriff Asthma bronchiale, kurz Asthma, stammt aus dem Griechischen und steht für eine chronische Erkrankung der Atemwege. Asthma zählt zu den häufigsten chronischen Krankheiten und rund fünf Prozent der erwachsenen Deutschen sind betroffen. Unter den Kindern liegt der Wert noch höher: Etwa jedes zehnte Kind leidet unter Asthma bronchiale. Auffällig ist der Anteil der betroffenen Jungen, der deutlich höher ist als jener der Mädchen. Im Erwachsenenalter wird die geschlechtliche Aufteilung umgekehrt – es leiden mehr Frauen an Asthma als Männer. Unterschieden wird zwischen dem allergisch und dem nicht allergisch bedingten Asthma bronchiale. Ersteres tritt zumeist bereits in der ...

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Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall

Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern der Wirbelsäule dient die Bandscheibe als eine Art „Puffer“. Sie verhindert das Reiben der Knochen aneinander und ermöglicht verschiedene Bewegungen unseres Oberkörpers. Bei einem Bandscheibenvorfall verlagert sich dieser zentrale Gallertkern, wie die Bandscheibe auch genannt wird, entweder in Richtung Spinalkanal oder in die Zwischenwirbellöcher. Am häufigsten sind Lendenwirbel- und Sakralbereich von einem...

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Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)

Arteriosklerose bedeutet wörtlich übersetzt so viel wie „harte Ader“. Umgangssprachlich wird sie auch als „Arterienverkalkung“ bezeichnet und ist den Herzkreislauferkrankungen zuzuordnen. In den arteriellen Blutgefäßen der Betroffenen lagern sich Thromben, Bindegewebe und Blutfette ab. In der Folge verlieren die betroffenen Gefäße an Elastizität und die Arterienwände degenerieren. Herdförmige Plaques lagern sich ein und das Bindegewebe ...

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ADHS (Attention-deficit hyperactivity disorder)

ADHS

Die Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS genannt, zählt zu den meist beschriebenen Krankheitsbildern bei Kindern und Jugendlichen. Besonders häufig kommt es im Alter zwischen sieben und zehn Jahren zur Diagnose. Der Grund dafür sind die typischen Symptome, die spätestens in der Schule auftreten. Bei den Kernsymptomen handelt es sich um:

  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationsunbeständigkeit
  • gesteigerte Impulsivität
  • Hyperaktivität

Die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsunbeständigkeit lässt sich vor allem an Symptomen wie leichter Ablenkbarkeit, Schwierigkeiten beim Befolgen von Anweisungen, fehlender Ausdauer, Problemen bei der Organisation von Aufgaben ...

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Brustkrebs

Brustkrebs

Definition
Beim Brustkrebs (Mammakarzinom) handelt es sich um einen bösartigen Tumor in der Brust. In den meisten Fällen entwickelt sich das Karzinom aus den Zellen der Milchgänge, nur selten aus den Zellen der Drüsenläppchen. Etwa 50 Prozent der Mammakarzinome entstehen im oberen äußeren Quadranten der Brust, rund 18 Prozent im Bereich der Brustwarze und ungefähr 15 Prozent im oberen inneren Quadranten. Mediziner unterscheiden zwischen einem invasiven und einem nicht invasiven Mammakarzinom. Letzteres gilt als Vorstufe zum Brustkrebs, der Tumor steht aber noch am Beginn der Ausbreitung. Beim invasiven Mammakarzinom hingegen haben sich die Krebszellen bereits im umliegenden Brustgewebe angesiedelt und können über Lymphknoten oder das Blut in anderen Körperregionen Metastasen bilden. Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. In Deutschland sind mehr als 70.000 Frauen pro Jahr von der Brustkrebs-Diagnose betroffen. Das Risiko einer Erkrankung steigt mit dem Alter, nur etwa die Hälfte der Patientinnen ist jünger als 65 Jahre. Trotzdem kann die Krankheit auch junge Menschen treffen, etwa 10 Prozent der Patientinnen sind jünger als 45 Jahre.. 

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Blasenentzündung

Blasenentzündung

Definition
Ein Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen im Unterbauch und häufiger Harndrang weisen zumeist auf eine Blasenentzündung hin. Bei dieser Infektion sind die unteren Harnwege betroffen. Das Gewebe, das die Harnröhren und die Blase auskleidet, ist dabei entzündet. Mediziner unterscheiden zwischen der Urethritis (Harnröhrenentzündung) und der Zystitis (Blasenentzündung). 
Üblicherweise nimmt die Infektion der Harnwege einen unkomplizierten Verlauf. Die Krankheit ist gut behandelbar und heilt bei rechtzeitiger Therapie ohne Folgen aus. Erfolgt keine Behandlung, besteht jedoch die Gefahr, dass sich die Entzündung in den Harnleiter und in die Nieren ausbreitet. Die Blasenentzündung tendiert zur Wiederkehr und kann unter Umständen zur chronischen Erkrankung werden. 
Aufgrund der menschlichen Anatomie sind vor allem Frauen von einer Blasenentzündung betroffen und auch Kinder erkranken häufig. Männer unter 60 Jahren klagen hingegen nur selten über einen Harnwegsinfekt. Mit fortschreitendem Alter wird eine Erkrankung aufgrund einer Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata) aber häufiger.

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Koronare Herzkrankheit (KHK)

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Bei der koronaren Herzkrankheit, kurz KHK, handelt es sich um eine schwere Erkrankung des Herzens. Durch verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße, sogenannte Koronararterien, kommt es zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels. Dafür verantwortlich ist die Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), die durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutgerinnseln und Bindegeweben an den Innenwänden entsteht. Aufgrund der Störungen fehlen dem Herzen Sauerstoff, aber auch wichtige Nährstoffe. Die Folge sind verschiedene Symptome, wobei die Brustenge bei emotionaler oder körperlicher Belastung – im Fachjargon Angina Pectoris – noch das harmloseste ist. Weit gefährlichere Konsequenzen der koronaren Herzerkrankung sind Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt, Herzinsuffizienz oder sogar der plötzliche Herztod. In den westlichen Industrienationen zählt die koronare Herzkrankheit zu den häufigsten Leiden. In unserem Land sind rund 30 Prozent der Männer und etwa 15 Prozent der Frauen im Laufe ihres Lebens betroffen. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit dem Alter, Frauen dürften bis zu den Wechseljahren durch das Hormon Östrogen einen besonderen Schutz haben.

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Bauchschmerzen

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Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten und vielseitigsten Beschwerden überhaupt. Zahlreiche Ursachen können dazu führen, dass es an unterschiedlichen Stellen am Bauch zwickt, zieht oder drückt. Bauchschmerzen treten mitunter plötzlich ohne erkennbare Ursache oder nach bestimmten Situationen – insbesondere nach dem Essen – auf. Wiederholen sich die Beschwerden ständig oder halten diese lange an, spricht man von chronischem Bauchschmerz. Teilweise bleibt die Symptomatik auf einen bestimmten Teil wie den Ober- oder Unterbauch begrenzt, manchmal ist die ganze Bauchregion betroffen. Mitunter strahlen die Schmerzen auch auf andere Körperareale aus. Vielseitig kann auch der Schmerzcharakter ausfallen. So treten die Schmerzen häufig krampf- oder kolikartig auf. Auch dumpfer Bauchschmerz ist nicht selten.

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Atemnot (Dyspnoe)

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Wohl kaum eine Situation ist derart beängstigend wie das beklemmende Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Aus verschiedensten Gründen erreicht nicht genügend Atemluft die Lunge und es kommt zu einem Sauerstoffmangel. Nach einer größeren Anstrengung ist eine vorübergehende Atemnot völlig normal, je nach Trainingszustand tritt diese früher oder später ein. Raucher z. B. geraten schneller außer Puste als Menschen, die auf Nikotin verzichten. Treten die Beschwerden eindeutig nach einer starken körperlichen Belastung auf, spricht der Mediziner von einer Belastungsdyspnoe. Unterschieden wird außerdem zwischen einer plötzlich auftretenden, akuten Atemnot und einer lange anhaltenden, chronischen Atemnot.

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Appetitlosigkeit (Anorexie)

Appetitlosigkeit

Gelegentliche Appetitlosigkeit ist ebenso beunruhigend wie vorübergehender Heißhunger. Das Hungergefühl wird im Gehirn erzeugt und je nach äußeren oder inneren Faktoren ergeben sich teilweise massive Schwankungen. Seelischer Stress beispielsweise löst bei dem Einen wahre „Fressattacken“ aus, der Andere bekommt nicht einmal einen Apfel herunter. Auch Faktoren wie Liebeskummer oder Trauer können den Appetit phasenweise aushebeln. Unter normalen Bedingungen wird der Appetit durch sogenannte endogene (von innen kommende) und exogene (von außen kommende) Reize gesteuert. Ein Netzwerk aus Millionen von Rezeptoren misst den Zucker- und Nährstoffgehalt im Blut und meldet an das Zentralnervensystem, ob der Mensch Nahrung zuführen muss oder noch nicht. Unterstützt wird das Hungergefühl durch Umweltreize wie Geruch oder den Anblick von leckeren Speisen. Bleibt der Appetit aber für längere Zeit aus und  gibt es auf den ersten Blick keine erkennbare Ursache, sollte auf jeden Fall ein Arzt konsultiert werden.

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Heuschnupfen (Pollenallergie)

Heuschnupfen

Für rund 16 % der deutschen Bevölkerung ist die Vorfreude auf die warme Jahreszeit regelmäßig getrübt. Sie leiden unter einer verstopften Nase, müssen permanent niesen und können kaum aus ihren geröteten und brennenden Augen schauen. Heuschnupfen ist ein wahres Volksleiden. Dabei reagiert das körpereigene Immunsystem überempfindlich auf bestimmte Eiweißmoleküle, die sich auf der Oberfläche von Pollen befinden. Es gibt eine ganze Reihe allergisch relevanter Formen von Blütenstaub. Viele Betroffene sind gegen mehrere Pollenarten allergisch, sodass die Symptome nicht nur an bestimmten Wochen, sondern mehrmals im Jahr oder sogar die ganze Sommersaison hindurch auftreten. Heuschnupfen ist eine Form der Typ-I-Allergie, das  heißt die Reaktion tritt sofort nach Allergenkontakt in vollem Umfang auf.

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Müdigkeit & Erschöpfung

Muedigkeit___Erschoepfung

Müdigkeit und Erschöpfung sind zunächst einmal normale Signale des Körpers. Sie zeigen uns die Grenzen der Belastbarkeit auf und mahnen zum „Kürzertreten“. Es handelt sich somit nicht um eigenständige Erkrankungen, sondern vielmehr um Symptome. Im Normalfall lassen sich Müdigkeit und Erschöpfung durch einfache Maßnahmen wie Entspannung und ausreichend Schlaf rasch beheben. Nicht selten wird diese unangenehme Symptomatik aber zu einer wahren Belastung für das alltägliche Leben. Fühlt man sich ständig ausgelaugt, kann hierfür eine fehlerhafte Lebensweise verantwortlich sein. So führt permanenter Schlafmangel zwangsläufig zu nachlassender Leistungsfähigkeit, Müdigkeit und einem Verlust der Lebensqualität. Lassen sich die Beschwerden auch durch eine umfangreiche Änderung der Lebensqualität nicht bessern, können zahlreiche Erkrankungen als Ursache dahinterstehen. Wer sich permanente müde fühlt, sollte in jedem Fall von einem Arzt durchgecheckt werden.

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HPV-Impfung

HPV-Impfung

Zwischen 50 und 80 % der Bevölkerung macht einmal im Leben eine HPV-Infektion durch. Die meisten Menschen merken davon überhaupt nichts – in vielen Fällen verläuft eine solche Infektion nahezu symptomfrei. 124 verschiedene Typen des HP-Virus konnten bislang durch die Wissenschaft eindeutig identifiziert werden, vermutlich gibt es noch wesentlich mehr Vertreter. Zwei von ihnen gelten als Auslöser von Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom). Bei fast allen Fällen dieser zweithäufigsten Krebserkrankung der Frau kann ein Befall mit dem HP-Virus nachgewiesen werden. Eine Impfung gegen das Humane Papillom-Virus ist möglich und kann somit diese Form von Krebs erheblich eindämmen.

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Themenkomplex: Ebola

Ebola

Auf keinem Kontinent gibt es derartig viele Infektionskrankheiten wie in Afrika. Und wenige davon sind derart heimtückisch und tödlich wie Ebola. Benannt nach dem Ebola-Fluss im Kongo, fielen der Fiebererkrankung seit den 1970er Jahren viele Tausend Menschen zum Opfer. Ebola ist hochgradig ansteckend und wird über Körperflüssigkeiten, v. a. Blut, weitergegeben. Auch im menschlichen Speichel, Sperma und Vaginalsekret findet sich das tödliche Virus. Etwa 2 bis 20 Tage dauert es, bis die ersten Symptome, wie beispielsweise Hals-, Kopf- und Muskelschmerzen, auftreten. Typisch sind auch Übelkeit, Erbrechen und hohes Fieber. Eine Heilungsmethode ist weiterhin nicht in Sicht.

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Besenreiser

Besenreiser

Von weitem sehen sie aus wie ein blauer Fleck und besonders häufig findet man sie an den Beinen. Besenreiser sind kleine Venengeflechte, die so weit oberflächlich liegen, dass sie durch die Haut sichtbar sind. Stellt man sich den Begriff Besenreiser einmal wörtlich vor, so denkt man an eine Ansammlung von vielen Zweigen, die massenhaft im Büschel am unteren Ende eines Besenstils sitzen. Und tatsächlich besteht hier eine Ähnlichkeit zu dem kosmetisch störenden Phänomen: Zahlreiche kleine Venen breiten sich von einem Punkt aus und bilden ein Geflecht. Besenreiser sind zumeist harmlos, nur selten stehen ernsthafte Erkrankungen dahinter. Selten, aber besonders störend sind Besenreiser im Gesicht. Grund zur Verzweiflung besteht nicht: Es existieren zahlreiche Behandlungsmethoden.

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Makuladegeneration: Hilfe durch HIV-Medikament?

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Sie ist eine der Hauptursachen für schwere Sehbehinderungen im hohen Alter: Die Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) steigt in ihrer Häufigkeit ab dem 60. Lebensjahr sprunghaft an und kann im Extremfall bis zur völligen Erblindung führen. Schätzungen zufolge sind zwei Millionen Bundesbürger von der schleichenden Zerstörung der Netzhaut betroffen. Die Therapie erweist sich bislang als sehr schwierig und nicht so erfolgversprechend. Lediglich bei der feuchten Makuladegeneration vermag eine Laserbehandlung eine gewisse Besserung zu erzielen. Aufhorchen lassen unlängst Forschungsergebnisse aus den USA, in denen ausgerechnet Wirkstoffe zur Bekämpfung von HIV signifikante Erfolge in der Therapie der AMD erzielten. Bislang beschränken sich die Untersuchungen auf Tierversuche – doch klinische Studien könnten bald folgen.

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